Im Namen der noch existenten Steuerungsgruppe der Fairtrade Stadt Waldkirch bedankte ich mich bei den Schülerinnen und Schülern, insbesondere der Fairtrade AG, bei Herrn Christian Rettig der das Projekt als Lehrer begleitet hat, bei Rektor Julian Waninger für das Engagement und gratulierten zur Auszeichnung des Geschwister Scholl Gymnasiums als „Fairtrade School“ .
Mit der Zertifizierung als Fairtrade Schule übernimmt das GSG Verantwortung für den globalen Süden. Die Auszeichnung zur Fairtrade-Schule zeigt, wie viel Engagement und Herzblut die Fairtrade AG in das Thema Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit gesteckt haben.
Es wäre schön gewesen gemeinsam die Fairtrade Stadt Waldkirch und die Fairtrade Schule Geschwister Scholl Gymnasium in die Faire Woche 2026 zu gehen.
Leider hat der Gemeinderat der Stadt Waldkirch dieser gemeinsamen Zusammenarbeit ein Strich durch die Rechnung gemacht! Mit knapper Mehrheit von 10 : 9 Stimmen hat sich der Gemeinderat dafür entschieden auf eine weitere Rezertifizierung zur Fairtrade Stadt zu verzichten.
Ich machte deutlich, dass wir von der Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Waldkirch, es sehr bedauern, dass nun viele Vereine, Organisationen, die kath. Seelsorgeeinheit Waldkirch, Betriebe, Gaststätten und Cafe´s, das GSG mit Herrn Rettig, Einzelpersonen über die Entscheidung der Stadtverwaltung und des Gemeinderates sehr enttäuscht sind.
Die Auszeichnung als Fair Trade Town passte bisher sehr gut zu Waldkirch mit seinem Leitbild und zum Klimaschutzkonzept der Stadt bildete ein wichtiges Element zur kommunalen Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die das Erreichen der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN bis 2030 fordert, wozu auch unsere Stadt Waldkirch verpflichtet ist.
In Baden-Württemberg gab es 2012 – 19 Fairtrade Städte und Gemeinden, heute gibt es 164 Fairtrade Towns, 152 Fairtrade Schulen und 6 Fairtrade Universitäten. In unserem Landkreis sind außer Waldkirch bisher Teningen und Vörstetten Fairtrade Town, andere haben sich auf den Weg gemacht und auch unsere Partnerstadt Liestal lässt sich gerade zertifizieren. Jetzt gibt es leider eine Stadt weniger die Fairtrade Stadt ist – Waldkirch!
Als Fairtrade Stadt hat Waldkirch durch unterschiedliche Veranstaltungen und insbesondere durch die faire Woche dazu beigetragen, zu helfen und aufzuklären!
Denn unser Wirtschaften und Handel mit den Ländern des globalen Südens hat dazu geführt, dass in diesen Ländern den Menschen die Existenzgrundlagen entzogen wurden. Wir leben zu Lasten des globalen Südens! Mit Fairtrade versuchen wir die Produktion und den Handel fair zu gestalten und damit die Arbeitsbedingungen der Menschen in diesen Ländern zu verbessern und die kleinbäuerlichen Strukturen zu erhalten. Durch den fairen Handel stärken wir auch die Artenvielfalt und den Klimaschutz im globalen Süden und auch bei uns.
Die Steuerungsgruppe hatte sich in der Vergangenheit insbesondere in Person von Frau Thien, als frühere Lehrerin des GSG für die Zertifizierung des Geschwister Scholl Gymnasiums eingesetzt.
Die Entscheidung des GR ist ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen die sich engagiert hatten und stolz darauf waren, dass Waldkirch fairtrade Stadt ist.
Der Ausstieg aus dem Projekt fairtrade ist auch politisch ein völlig falsches Signal wo es doch gerade jetzt vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage und des erstarken der Rechtspopulisten es wichtig ist den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Der Gedanke hinter „Fair Trade“ ist, weltweit und vor Ort auf nachhaltiges Wirtschaften und Handeln hinzuwirken, indem wir diese Verantwortung annehmen.
Daher freut es mich, dass das GSG diese Verantwortung für die Förderung des fairen Handel in der Schule übernimmt und sich für diese wichtige Thema einsetzt.
Ich dankte nochmal für das Engagement was mit dem großartigen Erfolg der Zertifizierung als fairtrade Schule gekrönt wurde – ihr seid im besten Sinne ein Beispiel für „Global denken – lokal handeln“ – wir wünschen für die Zukunft der fairtrade Schule GSG alles Gute und viel Erfolg.