Fußball ist ein wunderbarer Sport und weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. Als Teamsport fördert er soziale Kompetenzen, verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft und vermittelt grundlegende Werte wie Respekt, Teamgeist und Disziplin.
Fußball ist auch weitaus mehr als nur ein Spiel. Fußball ist eine Leidenschaft, die Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Er verbindet, weil ein wesentlicher Aspekt die Fairness ist.
Fairness ist der Grundstein dieses Sports und macht den Bereich Fußball auch zu einem Vorbild für andere Bereiche in der Gesellschaft. Fairness ist ein Konzept, das auf dem Prinzip der Gerechtigkeit basiert. Speziell im Fußball, bedeutet Fairness, die Regeln zu respektieren, den Gegner anständig zu behandeln und den Geist des Wettbewerbs zu wahren.
Daran sollten sich Politiker/innen aber auch Verbändevertreter/innen in vielen Ländern dieser Welt ein Vorbild nehmen. Gerade wenn wir aktuell zur WM in die USA schauen.
Der Fußball verbindet Menschen unterschiedlicher Nationen, Milieus, Kulturen und Religionen miteinander. Innerhalb eines Spiels erleben sie Hoffnung, Enttäuschung, Freude oder Scheitern.
Für diese Begegnung unter Menschen ist Fairness oder auch Fair Play genannt von entscheidender Bedeutung. Bereits seit Kindheit und Jugend wurde uns deutlich gemacht, ohne Fair Play kein Fußball. Fair Play verbindet fundamentale Werte und Tugenden wie Respekt oder Teamgeist wie auch geschriebene und ungeschriebene Regeln miteinander. Fair Play ist im Fußball immer dort, wo er gespielt wird, sei es im ausverkauften Stadion, auf einem Ascheplatz, auf der Straße oder dem Schulhof.
Wir haben jetzt eine Fußball WM und wenn wir uns die oben genannten Ziele und Werte des Fußballs betrachten, müssen wir doch feststellen, dass Trump und Infatino nicht zum Fußball passen!
Infantino hat es mit einem als korrupt geltenden Weltverband geschafft, mit welchen Mitteln auch immer, ein mit 48 Mannschaften und 104 Spielen aufgeblähtes WM Turnier durchzuboxen.
US-Präsident Donald Trump. Über den man vieles schreiben könnte - nur wenig Gutes freut es dass ein solches Turnier zu seiner politischen Selbstdarstellung stattfindet.
Wir erleben mit der heutigen Eröffnung der WM - eine Weltmeisterschaft mit zu weiten Wegen und zu hohen Preisen, mit politischen und wirtschaftlichen Botschaften von Trump. So frägt man sich bei dieser WM wer der größere Schurke ist FIFA-Präsident Gianni Infantino oder Gastgeber und US-Präsident Donald Trump?
Kann die Schönheit, die der Fußball haben kann, gegen diese Rahmenbedingungen ankommen?
Sei es aufgrund der horrenden Eintrittspreise (bis zu 6.000 Dollar für reguläre Final-Karten) oder die verheerende Klimabilanz, die eine WM quer über den nordamerikanischen Kontinent nach sich zieht?
Jetzt fragt man sich, soll man diese Fußball WM boykottieren? – vom DFB bekommt man immer mal wieder die Reaktion "Es hat noch nie eine WM gegeben, die boykottiert worden wäre."
Wenn wir zurückblicken, wäre hätte es viele Gründe gegeben die WM 1978 in Argentinien, 2018 in Russland oder 2022 in Katar zu boykottieren. Hierzu gab es jedoch im Vorfeld auch nicht auf allen Ebenen die notwendigen Diskussionen und Entscheidungen. Es wurden von verantwortlichen Stellen immer wieder betont diese Großereignisse würden die Menschenrechte in diesen Ländern verbessern. Diese Annahme, dass internationale Sportgroßereignisse in Diktaturen die Menschenrechte verbessern, gilt in der Wissenschaft inzwischen als widerlegt. Stattdessen nutzen autoritäre Regime diese Events oft für Sportswashing: Sie lenken von systematischen Missständen ab, inszenieren sich als weltoffen und nutzen den Sport, um ihre Macht im eigenen Land zu festigen.
Glaubt heute und nach der WM 2018 eine gesunde Mehrheit der Menschen, dass Russland unter Vladimir Putin ein richtig duftes Land ist, das man doch mal besuchen und unterstützen müsste? Nein! Hat sich der Blick auf Katar geändert nach der WM zur Weihnachtszeit 2022? Nein!
Oder wird die Menschheit nach dieser WM 2026 denken, dass dieser Donald Trump, ja gar kein so seniler, narzisstischer Faschist ist?
Kann ich mich also auf diese WM doch freuen?
Wie heißt es so schön, was zwar kurz in der Fernsehdoku „Spielfeld der Macht“ herausgeklungen ist, soll die Politik sich aus dem Sport raushalten?
Wir können feststellen es handelt sich bei der WM um eine Propagandashow des autoritären US-Präsidenten Trump und des kollaborierenden Fifa-Präsidenten Infantino. Also müssen wir uns als Menschen, die in einem demokratischen Land leben fragen, wie man mit der Veranstaltung in Trumpland umgeht. Katar hat gezeigt, dass die lächerliche Symbolaktionen wie dem Mund zuhalten, oder Regenbogenbinde nichts gewonnen war, außer einer „moralischen“ Selbsttäuschung.
Wenn wir uns die Welt anschauen, wird klar, dass über 70% der Menschen in autoritären Systemen, ohne demokratische Wahlen, leben. Die Demokratien sind die seltenste Regierungsform. Wir stellen Fest „Sport ist immer politisch“!
Wer wirklich etwas bewirken will, braucht einen wirkungsvollen Hebel mit Einfluss und Macht, wie z.B. Fernsehsender, wenn diese der Fifa kein Geld überweisen würden, dann könnte es anders aussehen. Aber leider ist die politische Macht des DFB und der Europäer im Weltfußballverband inzwischen begrenzt. Dafür hat Infantino gesorgt.
Grundsätzlich wird es nicht möglich sein, globale Veranstaltungen nur in Ländern auszutragen, deren politische Verfasstheit und Aufklärungsgrad unseren Ansprüchen genügen. Aber wir werden mit einem Ruf nach einem WM-Boykott nichts erreichen, da die Welt des Fußballs die WM möchte und die Menschen die Fußball so toll finden. Wir müssen aber dahin wirken den Weltverband Fifa zu verändern.
Die Welt hat zwei Hemisphären, und sie ist ein Mix aus unterschiedlichen politischen Systemen und gesellschaftlichen Kulturen. Eines der wenigen Dinge, die fast alle lieben, ist der Fußball.
Fußball ist ein schönes Spiel, das soll es auch bleiben und ich schaue gerne Fußball – die Welt werde ich leider nicht retten können, wenn ich nicht schaue, aber vielleicht fühlt man sich besser, oder auch nicht!