Die Region um den Kaiserstuhl gilt als die historische Geburtsstätte der deutschen Solarbewegung. Mit den legendären „Sasbacher Sonnentagen“ im Sommer 1976 und den Protesten gegen das AKW Wyhl legten Bürgerinitiativen und Umweltschützer vor 50 Jahren den Grundstein für die heutige Solarenergie. Es begann der hoffnungsvolle Aufbruch der Erneuerbaren Energien! Das ganze Dorf Sasbach, das geprägt war vom AKW-Wyhl-Protest, war mit allen Vereinen an dieser Ausgestaltung der ersten „Sonnentage“ aktiv beteiligt. So stellte z.B. die Winzergenossenschaft das Gelände für die Ausstellung und der Musikverein überließ den Festplatz. Hier wurde Geschichte geschrieben und Zukunft gestaltet. Die Veranstaltung hat mit tollen Referenten ( mit Beiträgen von Carola Bury, Axel Mayer, Erhard Schulz, Bernward Janzing und der Bürgerenergie Kaiserstuhl). an diese Pionierzeit erinnert.
Noch im Jahr 1993 behaupteten die vier großen deutschen Energieversorger und Atomkonzerne in einer Anzeige in der Zeit: „Regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken.“ Im Jahr 2025, 32 Jahre nach dieser Anzeige, hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 59 Prozent an der Nettostromerzeugung erreicht (während die Erzeugung in sonnen- und windstarken Monaten oft zwischen 65 % und 75 % schwank). Bis heute lässt die Kohle-, Öl-, Gas und Atomlobby die kostengünstigen und umweltfreundlichen Energien mit Bürokratie und Fake-News bekämpfen. Doch Strom aus Wind und Sonne ist schon lange kostengünstiger als Strom aus neuen AKW.