Am Wochenende war ich bei einer sehr schönen Vernissage im Bürgerzentrum Krone-Ladhof in Elzach. Dort stellten die Künstlerin Renate Lotsch und der Künstler Hans-Jürgen Reuschel Werke ihres Schaffens unter dem Titel „Schichten und Skulpturen“ aus. Reiner Wahl eröffnete musikalisch die Vernissage mit einem Saxophonspiel. Klaus Wagner von der Kunstinitiative Elzach begrüßte die große Anzahl der Gäste. Für die Stadt Elzach begrüßte Bürgermeister Roland Tibi und hob die Bedeutung der Kunst in der Interaktion zwischen Künstler – Werk – Betrachter hervor und dankte dem Team der Kunstinitiative für ihr großes Engagement.
Die Laudatio für Hans-Jürgen Reuschel hielt Prof. Dr. Martin Seel, (Prof. für Philosophie, Ästhetik und Theorie der Künste). Am Anfang sind es leichte Striche -auf Leinwand oder Papier-, die sich von Farbauftrag zu Farbauftrag immer mehr verdichten. Der Künstler folgt den sich entwickelnden Strukturen, setzt vereinzelt Akzente durch Farben oder die Betonung von Linien und Texturen. Schicht um Schicht nimmt das Bild Gestalt an und es entstehen optische Räume, die aber nicht definiert sind.
Die Laudatio für Renate Lotsch hielt die Schauspielerin Corneklia Schmidt. Sie verdeutlichte dass sich Kunst nicht einfach in hochtrabendes Sätze kategorisieren lässt, sondern Kunst überschreitet immer wieder Grenzen, bricht Erwartungen und findet immer individuelle Wege zum Betrachter. Für die Künstlerin steht die skulpturale Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und seiner Interaktion mit der Welt im Vordergrund. Bronzeplastiken sind Ausdruck eines intensiven Dialogs zwischen Form, Bewegung und innerer Resonanz - der Versuch, das Unsichtbare in eine körperliche Präsenz zu übersetzen, die berührt. Mit ihrer Malerei eröffnete sie einen Raum der Freiheit um die Schönheit, Tiefe und Sensibilität der Welt festzuhalten und bietet einen lebendigen Austausch zwischen Werk und Betrachter.
