Am Weltwassertag 2026 war ich beim ausverkauften Filmmatinee der „Klappe 11“, die zusammen mit dem BUND, dem AK Klimaschutz und der Essbaren Stadt diesen Aktionstag organisierten. So gab es neben dem beeindruckenden Film „Der unsichtbare Fluß“ von Serge Dumont der sich mit dem Oberrheintal und dem größten Grundwasserreservoir Europas beschäftigte sowie der Kurzfilm von Regine und Mathias Tantau, der einen Einblick über den Schutz von Gebäudebrütern gab. Das Team der „Klappe 11“ hatte für die Gäste frischer Kaffee, heißen Tee, süße Schoki, Kekse, Zopf und duftende Croissants vorbereitet.
Es freute mich, dass ich zum Weltwassertag und dessen Bedeutung in der Einführung einige Ausführungen machen durfte. So ging ich auf die Konferenz über Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro ein, die im Juni 1992 in Kapitel 18 der Agenda 21 ein Aktionsprogramm zum "Schutz der Güte und Menge der Süßwasserressourcen" verabschiedet hatte. Die 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte dann am 22. Dezember 1992 in einer Resolution den 22. März jeden Jahres zum "Tag des Wassers" erklärt. Seit 2001 sprechen die Vereinten Nationen vom "Weltwassertag“. Er wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die 2,2 Milliarden Menschen zu schärfen, die noch immer ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser leben.
Der Weltwassertag 2026 wird von UNICEF und UN Women geleitet und von UN-Water koordiniert. Der diesjährige Weltwassertag macht darauf aufmerksam, wie eng Wasser und Gleichberechtigung miteinander verbunden sind. In vielen Regionen der Welt haben Menschen – besonders Frauen und Mädchen – noch immer keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Das erschwert den Alltag und kann sogar dazu führen, dass Mädchen nicht regelmäßig zur Schule gehen können. Der Weltwassertag erinnert deshalb daran, wie wichtig Investitionen in sauberes Wasser, Bildung und die Stärkung von Frauenrechten sind, damit alle Menschen gleiche Chancen und einen sicheren Zugang zu Wasser haben.
Denn eine nachhaltige Wasserversorgung ist weit mehr als nur eine Umweltfrage – sie ist eine grundlegende Voraussetzung für Gesundheit, Bildung, wirtschaftliche Entwicklung und ein menschenwürdiges Leben. Der Zugang zu sauberem Wasser entscheidet für Millionen von Menschen über Chancen, Sicherheit und Zukunftsperspektiven.
Deshalb ist eine gerechte und nachhaltige Verteilung von Wasser auch immer eine Frage sozialer Gerechtigkeit und globaler Chancengleichheit.
Wasser ist und bleibt ein grundlegendes Menschenrecht für alle – unabhängig von Herkunft, Lebensumständen oder Geschlecht.
Bernhard Baumann vom Klimaschutz AK stellte verschiedene Projekte in Waldkirch vor, die dazu beitragen werden, dass insbesondere in den Wäldern das Wasser nicht mehr so schnell abfließt und damit einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität beiträgt.
Uschi Holunder von der Essbaren Stadt stellte verschiedene Aktivitäten und Projekte vor.
Im Anschluss an die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der „Klappe 11“ ging es mit dem Gewässerführer Herr Anton Thoma an die Elz in Kollnau, wo er die Revitalisierungsmaßnahmen erklärte.
Das Programm zum Weltwassertag war eine rundum gelungene und sehr interessante Veranstaltung.