Der Internationale Frauentag ist ein weltweiter Aktionstag für die Rechte von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter. Er wurde vor über 100 Jahren von der Frauenbewegung initiiert und ist heute aktueller denn je.
Frauen verdienen immer noch weniger als Männer, sind in Führungspositionen unterrepräsentiert und Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. Die „Epstein Files“ zeigen, wie tief verwurzelt das systemische Versagen im Umgang mit sexuellem Missbrauch und Ausbeutung von Frauen ist.
Gleichstellung ist keine Nebensache, sondern eine gesellschaftliche Kernaufgabe. Der Weltfrauentag sollte uns alle antreiben, das ganze Jahr über für Geschlechtergerechtigkeit zu kämpfen und endlich wirksame Maßnahmen zur Beseitigung struktureller Benachteiligungen von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen, gerade die Missstände wie den Gender Pay Gap, die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit und die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen müssen meines Erachtens konsequent angegangen werden.
Politiker fordern immer mal wieder, dass auch Frauen verstärkt Vollerwerbstätig sein sollen, weil das wichtig sei für die Wirtschaft. Solche Aussagen sind zynisch angesichts der Tatsache, dass es immer noch zu wenig Ganztagsschulen und Kitas gibt. Die Politik muss endlich die Voraussetzungen schaffen, die Rahmenbedingungen umzusetzen, dass eine wirkliche Gleichberechtigung möglich ist.
Frauen sind die Hälfte der Bevölkerung – in Deutschland und weltweit. Von voller Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit kann jedoch leider immer noch keine Rede sein. Darum ist die Stärkung von Frauen mit Blick auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung jetzt geboten!