im Hochbehälter Elztal

Wie steht es um die Wasserversorgung in Waldkirch

Pressemitteilung Nr. 67/2022
Emmendingen, den 02.08.2022

Wie steht es um die Wasserversorgung in Waldkirch – Besuch im Hochbehälter Elztal

Alexander Schoch MdL lud im Rahmen seiner Sommertour interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Fahrradexkursion mit dem Titel Wasser ist Leben ein. Der Abgeordnete möchte seine Veranstaltungen nutzen, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den unterschiedlichen Aspekten zum Thema Wasser ins Gespräch kommen.

Eine Station war der Hochbehälter Elztal. Dieser ist einer von 10 Hochbehältern die Waldkirch über eine Leitungslänge von 89 km und einem Gesamtvolumen von 7.497 m³mit Trinkwasser versorgen. Mit einem Fassungsvermögen von 2000 m³ ist er einer der größten, wie Wassermeister Uwe Reger von den Stadtwerken Waldkirch berichtete.

Reger ging kurz auf die Geschichte der Wasserversorgung ein. Noch bis in die 60er Jahre gab es gerade in der Rheinebene Dörfer, die nicht an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen wurden. In der Vorbergzone wurde das natürliche Gefälle dagegen genutzt um genügend Druck für die Wasserversorgung aufzubauen.

Die Hochbehälter dienen als Puffer, bauen den Druck auf und decken die Spitzenlast ab Im Aktuell werden 22% des Waldkircher Wasserbedarfs der Kernstadt? über Quellwasser gedeckt und die restlichen 78% werden vom Zweckverband Mauracher Berg zur Verfügung gestellt, der sein Wasser aus Grundwasser bezieht, gefördert über 90 Meter tiefe Brunnen.

Im Winter wird das Wasser in der Regel zu 100% aus Quellwasser aus den drei Quellgebieten Kollnau, Kandel und Dettenbach gewonnen. Um eine optimale Wasserqualität zu erreichen und die Rohre zu schützen wird das Wasser über eine Entsäuerungsfiltration etwas aufgehärtet. Der Gesamtverbrauch für Waldkirch liegt bei rund 1,2 Mio. m³. Bisher, so der Wassermeister, konnte immer genügend Grund- und Quellwasser nachgebildet werden um den Bedarf zu decken.

Die Wasserversorgung ist momentan gesichert. Die zukünftige Sicherstellung einer ausreichenden Wassermenge stellt allerdings eine große Herausforderung dar.

Alexander Schoch berichtete davon, dass das Land einen Masterplan Wasserversorgung auf den Weg gebracht hat. Seit 2021 werden landesweit nach und nach Daten erhoben mit dem Ziel die Wasserversorgung zukünftig nachhaltig und verlässlich in guter Qualität und zu einem angemessenen Preis sicherzustellen.

Der Abgeordnete bedankte sich bei Herrn Reger für die interessanten Ausführungen und wünschte sich, dass Themen, die sich mit Wasser und Wasserversorgung als Daseinsvorsorge befassen, mehr in den gesellschaftlichen Fokus rücken.

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