Alexander Schoch informierte sich beim Umweltministerium über die Wassersituation im Landkreis Emmendingen

Pressemitteilung Nr. 58/2022
Emmendingen, den 15.07.2022

Alexander Schoch informierte sich beim Umweltministerium über die Wassersituation im Landkreis Emmendingen

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch hat sich mit einem Abgeordnetenbrief an das Umweltministerium gewandt, mit Fragen zu mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Klimakrise auf die Grundwasserneubildung des Landkreises Emmendingen und die angrenzenden Landkreise. Er wollte in Erfahrung bringen welche Erkenntnisse der Landesregierung vorliegen, ob die Region Freiburg besonders von anhaltender Trockenheit und geringen Grundwasserneubildungsraten betroffen ist oder sein wird.

Mittlerweile werden 70 % des benötigten Trinkwassers aus Grundwasservorkommen und nur noch knapp 30 % aus Oberflächenwasser gewonnen. Damit ist Grundwasser als Trinkwasserressource in Baden-Württemberg von enormer Bedeutung. Insbesondere in der in der Rheinebene wird sehr viel Grundwasser entnommen, da dort die geologischen Voraussetzungen günstig sind. Das gilt also auch für den Landkreis Emmendingen.

Die öffentliche Wasserversorgung stellt auch den Wirtschaftsunternehmen Wasser zur Verfügung, die ihrerseits darüber hinaus Wasser aus eigenen Brunnen beziehen können, so etwa bei Freizeitparks oder Beregnungsverbänden für die landwirtschaftliche Beregnung.

Land erstellt Masterplan Wasserversorgung

Zur Wasserversorgungssituation im Landkreis Emmendingen teilte das Ministerium mit, dass zurzeit eine Bestandsaufnahme des IST-Zustands der öffentlichen Wasserversorgung durchgeführte wird und in der Folge eine Prognose für das Jahr 2050 erstellt werden soll.

„Ein sparsamer und schonender Umgang mit unseren Wasserressourcen ist mir aufgrund des Klimawandels und den damit verbundenen Dürregeschehnissen und Extremwetterlagen ein großes Anliegen.“, so Schoch.

Dass das Ministerium nicht alle Fragen des Abgeordneten mit dem aktuellen Wissensstand beantworten konnte, zeigt den Handlungsbedarf für ein landesweites Wassermonitoring. Das Ministerium hat 2021 mit der Erstellung des Masterplans Wasserversorgung begonnen, viele dieser Fragen systematisch zu beantworten und zu untersuchen und wird die Daten nun Kreis für Kreis erheben. Das Ziel des Masterplans ist eine zukunftsfähige und klimaresiliente Wasserversorgung in guter Qualität und zu einem angemessenen Preis zu gewährleisten.

„Die Verantwortung für die Wasserversorgung liegt bei den Kommunen, die Wasser im Rahmen einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung und der vorrangigen Nutzung ortsnaher Wasservorkommen zur Verfügung stellen. Daher ist es gerade auch für die kommunale Seite wichtig, einen Gesamtüberblick für eine Wasserversorgungsstrategie zu erhalten.“, so der Abgeordnete.

Zug um Zug ist nun vorgesehen, die Erhebungen in den Landkreisen auszuschreiben und anzugehen. Dabei wird auch die wasserwirtschaftliche Priorität bei der Auswahl der Kreise berücksichtigt. Mit Abschluss des Projekts wird die Erhebung in allen Kreisen und Kommunen im Land Baden-Württemberg vorliegen.
Der Landkreis Emmendingen und der Ortenaukreis befinden sich in der zweiten Charge und werden noch in diesem Jahr ausgeschrieben.
Hier gibt es weitere Informationen zum Masterplan Wasserversorgung.

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