Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

Rund 160 Millionen Jungen und Mädchen sind weltweit noch immer von Kinderarbeit betroffen. 79 Millionen von ihnen verrichten Arbeit, die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) als gefährlich für Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung eingestuft werden. Besonders betroffen sind Kinder in Krisenregionen.

Besorgniserregend ist, dass die Zahl der arbeitenden Kinder, nachdem sie bis 2016 kontinuierlich zurückgegangen war, wieder angestiegen ist. Das ist Folge der Corona-Pandemie, die das Armutsrisiko stark erhöht hat. Es steht zu befürchten, dass der durch den Krieg in der Ukraine verursachten Rückgang von Getreideexporten nach Afrika und Asien zu einer Hungerkrise und damit auch zu mehr Kinderarbeit führen wird.

Das von der UN gesteckte Ziel die Kinderarbeit weltweit bis 2025 zu beenden, ist kaum noch zu erreichen.

Umso wichtiger ist es, internationale Initiativen zu unterstützen, die Krisen und Armut bekämpfen. Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzung dürfen kein Geschäftsmodell mehr sein. Dazu beitragen wird das im letzten Jahr endlich beschlossene deutsche Lieferkettengesetz, das 2023 in Kraft treten und dann vermutlich bald von einem noch weiterrechenden europäischen Gesetz abgelöst wird.

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