Feierliche Eröffnung

Jüdische Gemeinde Emmendingen eröffnete ihren neuen Veranstaltungsraum

Am 13. Mai wurden die neuen Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde Emmendingen sechs Jahre nach Beginn der Bauarbeiten, mit einem Fest eröffnet, an dem Alexander Schoch MdL gerne teilnahm. Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland war aus München angereist und befestigte im Beisein der Gäste feierlich die Mesusa am Eingang. Olga Maryanovska, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Emmendingen, übernahm diese Aufgabe an einer weiteren Türe und begrüßte die Gäste. Dabei bedankte sie sich bei allen, die in der langen Bauzeit Unterstützung geleistet haben.

Der barrierefreie Raum im Erdgeschoss soll für Veranstaltungen aller Art, von Treffen der Gemeindejugend bis hin zu religiösen Festen genutzt werden, also ein Ort der Begegnung sein.

Dazu gehört auch der in Emmendingen etablierte und gepflegte interreligiöse Trialog, den Dr. Josef Schuster in seiner Rede als Brückenschlag hervorhob. „Wenn wir Lehren aus der Vergangenheit ziehen, lernen wir daraus für die Zukunft“, betonte Dr. Schuster und stellte Geschichte der Emmendinger Gemeinde vom ersten Nachweis jüdischen Lebens in der Stadt bis zu deren Ende durch die Shoa dar.

Auch Oberbürgermeister Stefan Schlatterer nahm in seinem Grußwort Bezug darauf, mit einem besonderen Blick auf die Gebäude der Jüdischen Gemeinde in der Stadt. Nach der Wiedergründung 1995 sei die Gemeinde wieder zum wichtigen Bestandteil der Stadt geworden, so Schlatterer, der auch die Hilfsbereitschaft der Gemeindemitglieder gegenüber den Geflüchteten aus der Ukraine hervorhob: „Ich bin dankbar, dass es wieder jüdisches Leben in Emmendingen gibt.“ Er sah den Festakt als Zeichen der Zuversicht.

Musik von Bella Khasminska und Konstantin Aleksandrov (beide Akkordeon) und Moisei Serman (Geige) wechselte dann sich mit weiteren Redebeiträgen ab. Noemi Wertheimer aus dem Vorstand des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur übergab einen gestickten Segenspruch an Olga Maryanovska. Gemeinderabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky blickt nach Bauzeit und Pandemie nun positiv in die Zukunft der Gemeinde, Pfarrerin Irene Leicht aus Emmendingen sprach für den Interreligiösen Trialog (Intre) und überreichte Salz und ein Brot in Form eines Davidsterns und Landesrabbiner Moshe Flomenmann wünschte der Gemeinde alles Gute im neuen Gebäude.

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