Alexander Schoch beim Europafest des Landkreises in Vörstetten

Zum Europatag am 09. Mai

Jedes Jahr findet Anfang Mai bundesweit die Europawoche statt, in der mit Aktionen und Veranstaltungen auf europäische Themen aufmerksam gemacht wird. Der Termin geht auf die so genannte Schumann-Erklärung zurück. Am 09. Mai 1950 hatte der damalige französische Außenminister Robert Schuman vorgeschlagen, „die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion unter eine gemeinsame oberste Behörde zu stellen, in einer Organisation, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offensteht und deren Entscheidungen bindend sein werden.“ In dieser Initiative sehen wir noch heute den Grundstein für die Europäische Wirtschaftsunion, aus der später die heutige EU hervorging.

In diesem Jahr bietet das Staatsministerium in Baden-Württemberg eine Veranstaltungsreihe zur Europawoche an, die übers Land verteilt stattfinden. So wurde beispielsweise ein Europa-Spaziergang durch Stuttgart oder eine Diskussionsrunde in Mannheim geplant. (Weitere Informationen finden Sie hier: https://stm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-stm/intern/dateien/Europa/StM_12-Sterne-fuer-Europa_2022.pdf)

Auch im Landkreis Emmendingen wird der Europatag gefeiert. In diesem Jahr fand bereits am 30. April ein Europafest in Vörstetten statt, das ganz im Zeichen der Freundschaft stand. Gefeiert wurde hier nicht nur der Europatag, sondern auch die vor 22 Jahren begründetet Städtepartnerschaft zwischen Vörstetten und den französischen Gemeinden La Our-en-Jarez und l’Etrat, deren Bürgermeister gemeinsam mit weiteren Gästen aus Frankreich angereist waren. Eingeladen waren auch die aus der Ukraine geflüchteten Menschen, die in Vörstetten Aufnahme gefunden haben. Diana Popova Kiew hielt eine bewegende Rede, in der sie auf das Leid der Menschen in der Ukraine aufmerksam machte.

Alexander Schoch: „Die EU hat uns näher zusammengebracht. Städtepartnerschaften wie zwischen Vörstetten und La Our-en-Jarez und l’Etrat zeigen, wie eng wir zusammengewachsen sind. Gerade Städtepartnerschaften tragen zu dieser wichtigen Form der Völkerverständigung bei. Diese Union ist auch ein Friedensprojekt. In diesem Jahr wurde uns allen durch den schrecklichen Krieg in der Ukraine jedoch schmerzlich bewusst, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Wir mussten viele Überzeugungen überdenken und manche über Bord werfen. Ich wünsche mir, dass uns das noch deutlicher zeigt, wie wichtig die EU ist und dass wir uns für den Zusammenhalt in Europa weiter einsetzen müssen.“

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