Frieden, Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt

Demonstrationen zum Tag der Arbeit

Pressemitteilung Nr. 28/2022
Emmendingen, den 26.04.2022

Schoch: 1. Mai 2022 – Demonstrieren für Frieden, Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt

Seit 136 Jahre feiern die deutsche und internationale Arbeiterbewegung den 1. Mai als „Tag der Arbeit“, Maifeiertag oder Kampftag der Arbeiterbewegung. Der 1. Mai ist ein Datum von großer Symbolkraft. Seine Geschichte reicht weit in die Frühzeit der Industrialisierung zurück, seine Wurzeln hat er im Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter für den Achtstundentag.

136 Jahre – geprägt von Erfolgen und Fortschritten, aber auch von schweren Zeiten!

Die kriegerische Aggression Russlands gegen die Ukraine stellt einen beispiellosen Angriff auf die europäische Friedensordnung dar, die auf Freiheit, Menschenrechten, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit basiert. Die Hauptleidtragenden sind Zivilbevölkerung und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

„Frieden, Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt kommen nicht von selbst. Sie müssen immer wieder gemeinsam erkämpft werden. Die Transformation der Wirtschaft und die damit verbundene Veränderung der Arbeitswelt stellt eine große soziale und ökologische Aufgabe dar. Egal ob bei der Digitalisierung oder der Gestaltung der Arbeitsbedingungen, im Vordergrund muss bei diesem Veränderungsprozess immer die Mitgestaltung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer stehen. Der Wandel muss gemeinsam mit den Beschäftigten stattfinden und dies sozial, ökologisch und demokratisch.“ , so der Abgeordnete.

Diese Herausforderungen kommen durch das Motto „GeMAInsam Zukunft gestalten“ dieses Jahr sehr gut zum Ausdruck. Daher würde sich der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch freuen, wenn viele Menschen dem Aufruf des DGB zum 1. Mai folgen würden.

Dass in Waldkirch am 1. Mai ein verkaufsoffener Sonntag stattfindet, kritisiert der Abgeordnete:

Alexander Schoch kritisiert die Entscheidung am 1. Mai einen verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen.

Für den Landtagsabgeordneten ist es wichtig, dass die Innenstädte nach der zweijährigen Corona Pandemie, die für den Einzelhandel wie auch für die Hotel- und Gastronomie bestimmt sehr schwierig war, wieder belebt werden. Das Überleben des stationären Einzelhandels ist natürlich auch mit der Attraktivität der Innenstädte bzw. auch von Aktionstagen, die den Einzelhandel unterstützen eng verbunden. Nachdem mehr oder weniger wieder Normalität in den Städten einkehrt, hoffen natürlich die Einzelhändler auf die Umsatzzahlen vor Corona rückkehren zu können.

Daher begrüße ich auch, dass die Einzelhändler bzw. die Werbegemeinschaft die zurecht gesetzlich begrenzten Möglichkeiten nutzt und solche Aktionstage mit kaufoffenem Sonntag anbietet. Jedoch sehe ich als nicht gerade sensibel an, dass man einen solchen kaufoffenen Sonntag, auf den 1. Mai legt, den Feiertag der Arbeitnehmer*innen. „Der Sonntag gehört der Familie“ oder „Sonntag gehört Papi mir“ sind Werbeslogan die für den arbeitsfreien Sonntag geworben haben. Der Sonntag hat eine besondere Stellung unter den Wochentagen. Er dient der Besinnung und der Ruhe. Gewerkschaften und Kirchen haben lange dafür gekämpft. Gleichzeitig gab es schon immer vom Wochentag unabhängige Arbeiten, die auch am Sonntag erledigt werden müssen. Das betrifft z.B. jeden Landwirt, jeden Polizist* und jeder Krankenpfleger oder Krankenschwester. Trotzdem ist eben der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterbewegung, wo auch der arbeitsfreie Sonntag erstritten worden ist. Daher sollte dieser Tag nicht für verkaufsoffene Sonntage zur Verfügung stehen und Genehmigungsbehörden sollten die Sensibilität haben, dass der 1. Mai für einen verkaufsoffenen Sonntag nicht genehmigt wird bzw. zur Wahl steht. Ein weiteres Ärgernis ist aber auch, dass an diesem Tag die Vereine ihre Maihocks durchführen und dass durch diesen Oldtimersonntag und verkaufsoffener Sonntag eine starke Konkurrenz für diese Hocks entsteht, denn die Vereine erwirtschaften über diese Hocks traditionell eine Aufbesserung für ihre Vereinskassen. Daher sollte in der Zukunft doch diese Sensibilität vorhanden sein, wenn der 1. Mai wieder auf einen Sonntag fällt, diesen Tag für solche Großveranstaltungen und kaufoffene Sonntage nicht in Betracht zu ziehen.

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