11 Jahre Fukushima

Pressemitteilung Nr. 16/2022
Emmendingen, den 11.03.2022

Alexander Schoch: „11 Jahre Fukushima – Atomkraft ist trotz der steigenden Energiepreise weiterhin ein großes Risiko und keine Zukunftsperspektive.“

Am 11. März blicken wir zum 11. Mal auf den Super-GAU in Fukushima zurück. Hintergrund dieser atomaren Katastrophe war ein Erdbeben. Das Erdbeben löste eine Flutwelle aus, einen sogenannten Tsunami. Die mehrere Meter hohe Riesenwelle riss alles mit sich und richtete große Zerstörung an: Hunderttausende Häuser stürzten ein und rund eine halbe Million Menschen verloren ihr Zuhause. Etwa 20.000 Menschen sind dabei gestorben. Der Tsunami zerstörte allerdings nicht nur Wohnhäuser. Er traf auch das Atomkraftwerk Fukushima – und zwar so stark, dass es schwer beschädigt wurde. Im Atomkraftwerk kam es zu Explosionen und radioaktive Strahlung gelangte in die Umwelt. Nach wie vor sind weite Teile der Region verstrahlt und gesperrt. Rund 300 Quadratkilometer in der Region Fukushima sind Sperrgebiet und dürfen nur eingeschränkt betreten werden. Das entspricht der Fläche der Stadt München. Weiterhin lagert abgetragener Boden in Säcken; weiterhin muss das havarierte AKW mit tausenden Tonnen von Wasser gekühlt werden, das jetzt radioaktiv belastet ins Meer geleitet werden soll.

„Heute erleben wir mit Bangen den Beschuss von Europas größtem Atomkraftwerk in der Ukraine und hoffen, dass keine direkte Gewalt oder indirekt der Ausfall des Kühlsystems wieder in eine Katastrophe führt (auch Tschernobyl liegt in der Ukraine). Darum war und ist es richtig, dass wir massiv in die Stromerzeugung investieren, die sicher, klimafreundlich und günstig ist!“ betont der Abgeordnete Schoch.

Davon unbeeindruckt will jetzt die EU Atomenergie als „nachhaltig“ kennzeichnen, was nicht nur angesichts der möglichen Katastrophen, sondern noch weit mehr aufgrund der völlig fehlenden Endlagerung hochradioaktiven Materials eigentlich grotesk ist. Dafür leitet diese Maßnahme Gelder, die eigentlich in den Aufbau erneuerbarer Energien fließen müsste, in die finanziell arg bedrängte Nuklearindustrie um.

Hinsichtlich der atomaren Gefahr macht der Landtagsabgeordnete in diesem Zusammenhang auch auf das immer noch ständige Risiko für die an der deutsch- schweizerischen Grenze lebenden Menschen durch die AKWs Beznau und Leibstadt aufmerksam. „Diese gehören zu den ältesten und störanfälligsten AKWs der Welt und müssen schnellstmöglich vom Netz“, so Schoch.

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