Symbolischer Spatenstich

Symbolischer Spatenstich am Hochwasserrückhalteraum Breisach/Burkheim

Am 15. November wurde von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Umweltministerin Thekla Walker und dem Colmarer Präfekt Louis Laugier der symbolische Spatenstich für den Baubeginn des Hochwasserrückhalteraums Breisach/Burkheim im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald durchgeführt.

„Ich bin froh, dass wir diesen Termin nachholen können, weil er ein wichtiges Etappenziel ist, um das Integrierte Rheinprogramm (IRP) umzusetzen“. so die Ministerin zum Spatenstich, der Corona bedingt verschoben werden musste.

Dieses Jahr hat mit den verheerenden Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westphalen eindringlich gezeigt, wie lebensnotwendig der Hochwasserschutz ist. Zudem leistet das IRP auch einen Beitrag zum Artenschutz. Denn die Herstellung auentypischer Biotopsysteme mit einer lebensfähigen Rheinlandschaft schafft Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere.

Für die Regierungspräsidentin zeigt sich am Beispiel Hochwasserschutz wie wichtig eine gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist und bedankte sich bei Louis Laugier, dem anwesenden Präfekten des elsässischen Departements Haut-Rhin ausdrücklich.

Gemeinsam mit dem Einsatz der Maßnahmen in Rheinland-Pfalz und dem Einsatz auf französischer Seite n Freunde kann es gelingen, Schäden durch Hochwasserereignisse am Oberrhein für Menschen und Infrastruktur möglichst gering zu halten.

Auch den Gemeinden Breisach, Vogtsburg und Sasbach dankte die Regierungspräsidentin für ihre konstruktive Zusammenarbeit und kündigte weiterhin einen intensiven Austausch mit den Gemeinden, Vereinen, Verbänden und der Bürgerinitiative an, um gemeinsam gute Lösungen zu finden, wie der geplante Schlutentest und dem damit verbundenen Monitoring. Hier ist es aufgrund einer umfassenden Bürgerbeteiligung gelungen, einen Konsens in der Umsetzung des Hochwasserschutzes zu erreichen, so Alexander Schoch.

Die Gesamtkosten des IRP liegen im Moment bei rund 1,7 Milliarden Euro und werden von Land und Bund gemeinsam getragen. Diese Investitionen sorgen dafür, dass am Ende nicht um ein Vielfaches mehr Geld ausgeben werden muss, um die Schäden einer Hochwasserkatastrophe zu bezahlen. IRP ist eine Investition in die Zukunft und in den Schutz der Menschen.

Ergänzende Informationen

Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist die bedeutendste Hochwasserschutzmaßnahme des Landes Baden-Württemberg, die auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Mit dem Bau des Hochwasserrückhalteraumes Breisach/Burkheim können nach Fertigstellung bis zu 6,5 Millionen Kubikmeter Hochwasser auf einer Fläche von 634 Hektar (entspricht einer Größe von 888 Fußballfeldern) zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für die Rheinunterlieger beitragen.

Das kleine Einlassbauwerk dient dem von den Gemeinden und einer Bürgerinitiative geforderten und vereinbarten Schlutentest. Hier soll erprobt werden, ob allein die Durchströmung der natürlichen Rinnen (Schluten) in der Rheinaue anstelle von ökologischen Flutungen ausreicht, um im Rückhalteraum eine Anpassung der Natur an Hochwassereinsätze zu erreichen. Das kleine Einlassbauwerk ermöglicht, Wasser aus dem Rhein für den Schlutentest in den Rückhalteraum zu leiten. Sobald die Schluten im Rückhalteraum entsprechend angepasst und die Schutzbrunnen in Burkheim und am Jägerhof im erforderlichen Umfang einsatzbereit sind, kann mit dem Schlutentest noch während des Baus des Rückhalteraumes begonnen werden.

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