Alexander Schoch, Rüdiger Tonojan und Bernd Hünting auf dem Aussichtsplateau.

Zu Besuch beim Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht in Forchheim

Pressemitteilung Nr. 99/2021
Emmendingen, den 27.09.2021

Zu Besuch beim Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht in Forchheim

Im Rahmen der Nachhaltigkeitstage besuchte Alexander Schoch den Abwasserzweckverband (AZV) Breisgauer Bucht in Forchheim. Begleitet wurde er von Rüdiger Tonojan, Mitglied des Kreistages und im Ausschuss für Umwelt und Technik.
Alexander Schoch legt großen Wert auf den regelmäßigen Austausch mit Unternehmen und Einrichtungen in seinem Wahlkreis um sich mit ihnen über aktuelle politische Themen und Fragen, die die Region betreffen oder die die Landespolitik betreffen zu diskutieren. Gerade Unternehmen der Daseinsvorsorge wie der AZV, können eine wichtige Rolle bei der Nachhaltigkeit spielen.
Nach der umfassenden Vorstellung des AZV durch Geschäftsführer Bernd Hünting und einer regen Diskussion über das Thema Abwasser folgte ein ausführlicher Rundgang über die Kläranlage.
Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und setzt sich aus der Stadt Freiburg und weiteren 28 Städten und Gemeinden als Verbandsmitglieder zusammen. Im Jahr 1966 hat der Abwasserzweckverband die Aufgabe übernommen, das im Verbandsgebiet anfallende Abwasser abzuleiten und im Verbandsklärwerk zu reinigen. Darüber hinaus berät und betreut der Verband mit seinen 94 Beschäftigten die Mitglieder in Abwasserfragen bis hin zur Planung, Bau und Betrieb von Abwasseranlagen der Ortsentwässerung. Zur Durchführung der Verbandsaufgaben unterhält der Abwasserzweckverband ein Kanalnetz von ca. 140 km Länge, ein Klärwerk für 660.000 Einwohnergleichwerte in Forchheim und die Geschäftsstelle mit Betriebshof für die Kanalunterhaltung in Freiburg i.Br.
Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht ist der größte Abwasserzweckverband in Baden-Württemberg. Jährlich werden rund 40 Millionen Kubikmeter Schmutz- und Regenwasser gereinigt.
Nachdem das Abwasser im Klärwerk angekommen ist, wird es in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt. Mit dem Rechen, dem Sandfang, den Vorklär-, Belebungs- und den Nachklärbecken und der Flockungsfiltration werden dem Abwasser Feststoffe entnommen und Klärschlämme gewonnen. In den Faultürmen entsteht aus den Klärschlämmen Biogas.
Der Klärschlamm wird nach rund einem Monat Aufenthaltszeit in den Faulbehältern entwässert und der Schlammtrocknung zugeführt. Danach kann er als Ersatzbrennstoff in Kohle- oder Zementwerken eingesetzt werden. Seit 1999 werden mit dem gewonnenen Gas Blockheizkraftwerke betrieben und Strom und Wärme gewonnen. So kann rund 75% des Strombedarfs der Kläranlage gedeckt werden.
Zur Sicherung der internen Infrastruktur für Läger, Werkstätten, Sozialbereiche, Labor und Verwaltung investiert der AZV zurzeit in den Neubau eines zentralen Betriebsgebäudes. Weiterhin sind für die Zukunft Investitionen in eine 4. Reinigungsstufe geplant, mit der medizinische Spurenstoffe wie z.B. Antibiotikarückstände aus dem Wasser gelöst werden können.
Auch die Phosphorrückgewinnung wird in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen. Ab dem Jahr 2029 sind alle großen Kläranlagenbetreiber verpflichtet, sich daran zu beteiligen. Durch die Rückgewinnung aus Klärschlamm können rund 30 % des jährlichen Phosphorbedarfs Deutschlands abgedeckt werden. Voraussetzung dafür ist die Schaffung einer modernen Klärschlammmonoverbrennung. Gemeinsam mit 26 weiteren Kläranlagenbetreibern in Baden plant der AZV Breisgauer Bucht in interkommunaler Zusammenarbeit die Errichtung der notwenigen Infrastruktur auf dem Betriebsgelände in Forchheim. Ein eigener Zweckverband mit dem Namen „Klärschlammverwertung Zweckverband Südbaden“ wird dazu im Frühjahr 2022 gegründet.
Alexander Schoch freut sich über die positive Entwicklung. Für den Abgeordneten ist es wichtig, dass der AZV die Zukunftsentscheidungen mit der 4. Reinigungsstufe und der Phosphorrückgewinnung getroffen hat und damit ein hervorragendes Beispiel für Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ist.

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