Rund 5 Millionen Euro für Ausbildungsoffensive „Restart Ausbildung“

Der grüne Abgeordnete Alexander Schoch freute sich, dass 5 Mio. Euro für die Ausbildungsoffensive „Restart Ausbildung“ vom Land zur Verfügung gestellt werden. Die Offensive wurde gestern vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus auf den Weg gebracht. „Auf diese Weise unterstützen wir junge Menschen bei der Suche nach einer Ausbildung auf vielfältige Weise als auch Betriebe auf der Suche nach Azubis“, so Alexander Schoch.

Das Programm besteht aus verschiedenen Bausteinen.

Die Bausteine der Ausbildungsoffensive im Einzelnen:

AzubiCardBW

Eine landesweit einheitliche AzubiCard für Auszubildende verschafft Azubis bereits zum Ausbildungsbeginn im September genau wie bei Studierendenausweisen Vergünstigungen von Einrichtungen und Betrieben. „Dadurch erhöhen wir die Sichtbarkeit der beruflichen Ausbildung, stärken die Gleichwertigkeit mit der akademischen Bildung und schaffen attraktive Vorteile für unsere Azubis“, unterstrich Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Digitale Ausbildung

Um mehr Jugendliche für die Maßnahmen der Beruflichen Orientierung zu begeistern, wird in neuen, innovativen Projekten auf die Digitalisierung und neue Elemente wie Virtual Reality oder Gamification zurückgegriffen. „Da junge Menschen im digitalen Bereich sehr fit sind, macht es Sinn Jugendliche auf diese Weise auch verstärkt anzusprechen“, betonte Alexander Schoch. Weiterhin soll die Digitalisierung der Ausbildung in den überbetrieblichen Bildungsstätten der Wirtschaft gestärkt werden.

Restart Berufsorientierung

Mit einem „Restart Berufsorientierung“ sollen Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse in den überbetrieblichen Bildungsstätten wieder zwei Wochen lang mindestens drei Berufe praktisch erproben können. „Aufgrund der Pandemie-Situation konnten die Jugendlichen in diesem und letztem Jahr kein Praktikum in den Betrieben absolvieren. Daher scheint dieser Baustein umso wichtiger, dass Schülerinnen und Schüler wieder praktische Erfahrungen machen, falls es die Pandemie-Situation möglich macht“, hob Alexander Schoch hervor.

Ausbildungsscouts

Die neuen Ausbildungsscouts sollen Betriebe, die bisher keine Auszubildenden hatten oder keine Azubis mehr haben, vermehrt dazu gewinnen (wieder) auszubilden. Betriebe von Migrantinnen und Migranten sollen hierbei ebenfalls verstärkt angesprochen werden.

Ausbildung im Verbund

„Außerdem werden wir unsere Förderung für die Ausbildung im Verbund schon zum neuen Ausbildungsjahr im Herbst auf 4.000 Euro verdoppeln“, ergänzte die Wirtschafts- und Arbeitsministerin. Betriebe, die nicht in der Lage seien, das gesamte Spektrum der Ausbildungsinhalte abzudecken, könnten sich mit anderen Betrieben oder Bildungsträgern zu einem Verbund zusammenschließen und so trotzdem ausbilden. „Denn damit schaffen wir einen echten Anreiz, im Verbund auszubilden, und sorgen für zusätzliche Ausbildungsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen“, so die Ministerin.

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