Schoch – Wir brauchen mehr finanzielle Unterstützung für den Erhalt von Streuobstwiesen

Pressemitteilung Nr. 46/2021
Emmendingen, den 12.04.2021

Alexander Schoch MdL unterstützt die Forderung seiner Fraktionskollegen Martin Hahn und Markus Rösler nach mehr finanzieller Unterstützung für Streuobstwiesen. „Die staatliche Streuobst-Förderung muss ausgeweitet werden, wir brauchen weitere Angebote.“, so Schoch, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) zeigt sich demnach offen für neue Unterstützungsmöglichkeiten.
1965 standen in Baden-Württemberg noch etwa 18 Millionen Streuobstbäume, wie das Blatt unter Berufung auf das Ministerium berichtete. Im vergangenen Jahr seien es nur noch gut sieben Millionen gewesen – ein Rückgang um gut 60 Prozent. Mit etwa 89 000 Hektar gebe es im Südwesten aber die bedeutendsten zusammenhängenden Streuobstwiesen-Bestände Mitteleuropas. Das Umland von Stuttgart und Pforzheim sowie Teile des Oberschwäbischen gelten als Kerngebiete des Streuobstes. Am Bodensee haben sich neben Spalierobst-Plantagen große Flächen mit sogenannten Hochstamm-Bäumen erhalten. Aber auch im Landkreis Emmendingen gibt es noch einige schöne und erhaltenswerte Bestände.
Die Lage sei wirklich sehr besorgniserregend, sagte Schoch. Die Bedeutung der Streuobstwiesen für Biodiversität und Landschaftsbild sei enorm. Markus Rösler vom Naturschutzbund Nabu sieht den Bestand als akut gefährdet an. „Wir benötigen dringend professionelle Initiativen für die Vermarktung von Hochstamm-Obst.“, so Rösler. Beim Kauf einer Flasche Apfelsaft müsse dem Verbraucher sofort ins Auge stechen, dass er damit die heimische Kulturlandschaft unterstütze. Ein Problem sei, dass Streuobstwiesen deutlich weniger Erträge liefern als intensiv bewirtschaftete Flächen.

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