Alexander Schoch MdL: Arbeitslose Menschen und ihre Familien dürfen im Strukturwandel nicht auf der Strecke bleiben

Emmendingen, den 04.03. 2021

Angesichts des rasanten Wandels, der sich durch digitale und ökologische Veränderungsprozesse auch in der Wirtschaft zeigt, steht die Arbeitsmarktpolitik vor besonderen Herausforderungen.
„Die aktuelle Pandemie hat bereits wie ein Brennglas die Problemfelder im Arbeitsmarkt aufgezeigt. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit darauf richten, dass aufgrund der hohen Zahl von Kurzarbeitenden und dem Transformationsprozess gerade in der Automobilwirtschaft und der Zuliefererindustrie Arbeitsplätze in Gefahr sind, so der Landtagsabgeordnete bei der Veranstaltung „Diakonie trifft Politik““.
Für langzeitarbeitslose Menschen wird es in der aktuellen Situation besonders schwierig, überhaupt noch eine Chance auf einen Arbeitsplatz zu bekommen. Deshalb setzt der Landtagsabgeordnete auf eine sozial-ökologische Arbeitsmarktpolitik und auf die Weiterentwicklung des Landesarbeitsmarktprogramms.
„Mehr denn je brauchen wir Investitionen in Beschäftigung und Qualifizierung, damit eine berufliche Teilhabe für arbeitslose Menschen in Baden-Württemberg ermöglicht und gesichert werden kann. Wir wollen den von uns maßgeblich eingeführten Passiv-Aktiv-Tausch konsequent weiterentwickeln und auf die individuelle Beratung und Begleitung setzen. Hierzu gehört auch die Stärkung des Netzwerkes Teilzeitausbildung sowie die Einführung von Produktionsschulen, also von Lernorten für Jugendliche wo sich Arbeiten und Lernen gegenseitig bedingen.
Langzeitarbeitslose Menschen individuell zu fördern und zu unterstützen, ist Erfolgsgarant und Voraussetzung dafür, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Arbeitslose Menschen und ihre Familien dürfen im Strukturwandel nicht auf der Strecke bleiben. Daher ist es wichtig, Kinder und Jugendliche aus diesen Familien frühzeitig in den Blick zu nehmen, weil sie stärker als andere gefährdet sind, selbst einmal von der Grundsicherung leben zu müssen. Deshalb müssen nach Auffassung von Alexander Schoch Leistungen der Arbeitsförderung stärker mit anderen Hilfefeldern, wie zum Beispiel der Jugendhilfe, vernetzt werden. Dieser Ansatz wird derzeit mit dem Projekt BeJuga (Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken) im Rahmen des Landesarbeitsmarktprogramms umgesetzt. Dieses Programm ist sehr gut und sollte aber weiterentwickeln und gestärkt werden, so der Landtagsabgeordnete.

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