Alexander Schoch MdL zum Tag des Artenschutzes am 03. März: „Unsere Heimat zu schützen, heißt den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten“

Pressemitteilung Nr.30/2021
Emmendingen, den 02.03.2021
Alexander Schoch MdL zum Tag des Artenschutzes am 03. März:

„Unsere Heimat zu schützen, heißt den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten“

„Wir merken der Frühling kommt und die Natur erwacht. Zum einen ist da der Lockdown und zum anderen drängt es die Menschen bei den sonnigen Tagen nach draußen. Wer in unserem Landkreis, sei es auf den Schwarzwaldbergen, in der Vorbergzone, am Kaiserstuhl oder am Rhein spazieren geht, erkennt seine Schönheit. Wir sehen, riechen und schmecken es. Unser Landkreis ist ein vielfältiger Lebensraum. So ist Baden-Württemberg Lebensraum für rund 50.000 Tier- und Pflanzenarten. Alleine in den Streuobstwiesen tummeln sich mehr als 5.000 Arten.“, so Alexander Schoch, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.
Trotzdem merkt man als aufmerksame Spaziergängerinnen und Spaziergänger, dass sich schon einiges verändert hat. Der Wald und die Streuobstwiesen leiden genauso wie die Bienen, Schmetterlinge und Regenwürmer. Fast 40 Prozent unserer heimischen Arten sind gefährdet. Darum ist der „Tag des Artenschutzes“ am 3. März, der jedes Jahr begangen wird, eine gute Möglichkeit, um auf die Gefährdung der Arten hinzuweisen.

„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist neben dem Klimawandel die zweite große Menschheitsaufgabe, die wir entschlossen angehen und bewältigen müssen“, so der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch. Daher muss Jeder und Jede seinen Beitrag leisten um die Lebensgrundlagen zu sichern und den eigenen Lebensstil hinterfragen.
Aber die Politik muss auch Rahmenbedingungen setzen um den Artenverlust aufzuhalten. Daher war es uns wichtig mit dem bundesweit einmaligen „Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ zu entwickeln. Mit diesem Aktionsprogramm wurden seit 2018 mehr als 2.300 Projekte initiiert, beispielsweise beim Biotopverbund, bei Moorrenaturierungen oder bei speziellen Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Tier- und Pflanzenarten, so Alexander Schoch, Mitglied des Umweltausschusses des Landtages. Dieses Sonderprogramm war auch Wegbereiter für das Biodiversitätsstärkungsgesetz des Landes, mit dem das Land im Konsens mit den Landnutzungsverbänden und Naturschutzverbänden das bundesweit innovativste und fortschrittlichste Naturschutzgesetz mit den folgenden wesentlichen Inhalten geschaffen hat:

  • Reduzierung der Pflanzenschutzmittel bis 2030 um 40 bis 50 Prozent
  • Ausbau des ökologischen Landbaus auf 30 bis 40 Prozent
  • Insektenfreundliche Beleuchtungen
  • Verbot von Schottergärten
  • Ausbau des Biotopverbundes
  • Erhaltung von Streuobstbeständen
  • Insektenfreundliche Gestaltung und Pflege von Grünflächen der öffentlichen Hand

„Das Sonderprogramm und das Biodiversitätsstärkungsgesetz unterstreichen gleichermaßen den starken Willen des Landes, Ziele gemeinsam im Dialog mit der Gesellschaft und den Landnutzenden zu formulieren und vor allem gemeinsam umzusetzen.“, so der Abgeordnete. Der Verlust der biologischen Vielfalt kann nur aufgehalten werden, wenn bei allen Landnutzungen an einem Strang gezogen wird.
Alexander Schoch begrüßt den Vorschlag von Umweltminister Franz Untersteller, dass in Zukunft am „Tag des Artenschutzes“ nicht mehr auf die Gefährdungslage, sondern auf den guten Erhaltungszustand und die vielfältigen Gemeinwohlleistungen der biologischen Vielfalt für alle hingewiesen wird.
Nähere Informationen finden Sie unter: www.um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/naturschutz/instrumente-des-naturschutzes/foerderung/sonderprogramm/.

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