Alexander Schoch MdL im Studio im Gespräch mit (v.links oben n. rechts unten): Sts Petra Olschowski, Marlene Kayen (Tagebucharchiv), Annette Greve (Dt. Kammerschauspiele) und Cornelia Anuscheck-Pellegrini (Kulturkreis Emmendingen)

Wie steht es um Kultur in der Corona-Pandemie?

Pressemitteilung Nr. 13/2021
Emmendingen, den 26.01.2021


Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski beim digitalen Neujahrsempfang des Grünen-Kreisverbands Emmendingen und Alexander Schoch

Bereits zum 11. Mal hatten der Wahlkreisabgeordnete Alexander Schoch und der Kreisverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zum Neujahrsempfang eingeladen. Zum ersten Mal aber fand dieser nicht im Alten Rathaus Emmendingen, sondern digital statt und neben der Festrednerin Staatsekretärin Petra Olschowski waren auch Vertreterinnen der Kulturschaffenden im Landkreis zum Gespräch zu Gast. Nach dem musikalischen Auftakt vorgetragen von Carina-Kaltenbach Schonhardt und William Cuthbertson an Violine und Klavier begrüßte Hanna Heicke die Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Studio von B&HP Weißhaar Veranstaltungstechnik in Emmendingen. „Negative Ereignisse gab es im letzten Jahr wirklich genug.“, sagte sie im Rückblick auf das Jahr 2020. Neben der Corona-Krise erinnerte sie an die Anschläge in Hanau und Wien, Ermordung von George Floyd in Minneapolis und des Lehrers Samuel Paty in Paris oder die Nazi-Schmierereien an einem Emmendinger Kindergarten. Aber auch positive Ereignisse wollte sie nicht untergehen lassen. Hier zählte sie die US-Wahl, die schnelle Entwicklung der Impfstoffe gegen das grassierende Corona-Virus, den 40. Geburtstag der Grünen – bundesweit und auch im Kreis Emmendingen und die Schritte der EU in Richtung einer Klima-Strategie. Für das kommende Jahr wünscht sie sich, dass wir das, was uns durch die Corona-Krise im letzten Jahr bewusstwurde, mehr zu schätzen wissen: Zusammenhalt, Geselligkeit, Kultur, Rücksicht auf Schwächere. Trotzdem brauche es in vielen Bereichen kein „Weiter so!“, sondern Umdenken. Das gelte besonders für die Klimakrise.

Ute Haarer-Jenne überbrachte die Grüße der Stadt Emmendingen als Stellvertretern des Oberbürgermeisters Stefan Schlatterer. Sie berichtete von der Arbeit der Kulturschaffenden und Vereine im Landkreis Emmendingen und dem großen Engagement der ehrenamtlich Tätigen, die besonders unter den Corona-bedingten Einschränkungen leiden. Daher richtete sie den Wunsch an Petra Olschowski, diese Arbeit durch angemessene Förderung auch für die Zukunft zu erhalten.

Sts Petra Olschowski und Alexander Schoch im Gespräch beim Neujahrsempfang

Alexander Schoch ging in seiner Rede ebenfalls auf das vergangene Jahr ein. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt, Miteinander Reden und das Gestalten der Zukunft sei. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass andere Probleme wie die Klimakrise durch die Corona-Pandemie nicht verschwinden bzw. sogar stärker zutage treten. Für den Klimaschutz hofft Schoch, dass der neue US-Präsident und dessen ambitionierte Pläne für die Klimapolitik international weiteres Vorankommen bringen. Für die Politik vor Ort gelte der Spruch, der auch Schochs Motto im anstehenden Wahlkampf ist: Global denken und lokal handeln. Dass dies im Landkreis Emmendingen bereits gut gelingt, zeige die hohe Zahl an Ehrenamtlichen, denen der Abgeordnete ausdrücklich dankte. Hier hob er besonders diejenigen hervor, die sich bei den Hilfs- und Rettungsorganisationen im Landkreis engagieren.  Außerdem dankte er der Kreisverwaltung für den gelungenen Aufbau des Impfzentrums in Kenzingen und den vielen Ehrenamtlichen die sich für die Arbeit dort gemeldet haben.
Petra Olschowski zog zunächst ein Fazit der Regierungsarbeit der vergangenen fünf Jahre. Sie sei mit dem Ziel ins Amt gestartet, die Kultureinrichtungen für alle Bereiche der Gesellschaft stärker zu öffnen und zugänglich zu machen. Projekte wie der Kulturdialog seien ein großer Erfolg gewesen – und trotzdem stehe man nun am Ende der fünf Jahre vor einer ganz anderen Frage: wie man die Kulturschaffenden und die Einrichtungen in denen sie tätig sind durch diese Zeit bringen und wie der Neustart gelingen könne. „Wir werden genau hinschauen müssen, um genau jenen Bereichen der Gesellschaft zu helfen, die uns als Gesellschaft helfen.“ Besonders die Jugendlichen gelte es im Blick zu behalten, so die Staatssekretärin weiter.

Alexander Schoch MdL überreicht Blumen an Carina-Kaltenbach Schonhardt

Im Anschluss kamen mit Marlene Kayen (Deutsches Tagebucharchiv), Annette Grewe (Deutsche Kammerschauspiele) und Cornelia Anuscheck-Pellegrini (Kulturkreis) drei Vertreterinnen der Kulturschaffenden im Landkreis zu Wort, die von ihren unterschiedlichen Erfahrungen während der Corona-Pandemie berichteten. Während das Tagebucharchiv, das digital bereits gut aufgestellt war, die Krise gut überstehen kann, ist bei den Deutschen Kammerschauspielen die Lage finanziell sehr angespannt. Cornelia Anuscheck-Pellegrini verwies besonders auf die Auswirkungen der Krise auf Künstler und Unterrichtende, von denen einige, meist aus dem Pop-und Rock-Bereich, sogar von Vorteilen berichten können.

Petra Olschowski und bedankten sich für die Einblicke und wünschte allen, gut durch die Krise zu kommen. Sie sei zuversichtlich, dass die Krise überwunden werde und die Leute dann wieder zahlreich Kulturveranstaltungen besuchen werden. Alexander Schoch schloss sich dem Dank an und wünschte allen ein gutes, gesundes Jahr 2021, das, so hofft er, als das Jahr in die Geschichte eingehen werden, in dem das Corona-Virus bezwungen wurde.

Wer den Neujahrsempfang verpasst hat, kann das hier noch nachholen:

https://www.facebook.com/GrueneEM/videos/337656594013279

Verwandte Artikel