Schoch: Durch das „Corona-Jahr“ darf die Virus-Pandemie Aids nicht vergessen werden!

Pressemitteilung Nr. 132/2020
Emmendingen, den 30.11.2020
Das Jahr 2020 wird wohl als das „Corona-Jahr“ in die Geschichte eingehen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es für den Landtagsabgeordneten Alexander Schoch wichtig, dass der Welt-AIDS-Tag, der ebenfalls auf eine Virus-Pandemie aufmerksam macht nicht in Vergessenheit gerät. Das Motto des diesjährigen Welt-Aids-Tages stellt zwei wichtige Begriffe in den Mittelpunkt, die auch in diesem Corona-Jahr ihre wichtige Bedeutung haben, nämlich Solidarität und Verantwortung.
Ziel des Welt-Aids Tag, der seit dem 1. Dezember 1988 begangen wird, ist es, zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist und zu zeigen, dass alle respektvoll zusammenleben können. Daher ist das diesjährige Motto „Globale Solidarität, geteilte Verantwortung“ sehr gut gewählt und passt in die aktuelle Zeit.  Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit dem HI Virus. Allerdings haben lange nicht alle Menschen Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Diskriminierung macht HIV-positiven Menschen das Leben oft immer noch unnötig schwer. Meist sind Vorurteile und Unwissenheit der Grund. Manche Leute fürchten nach wie vor eine Übertragung des Virus‘ im Alltag und gehen deshalb auf Abstand, so Schoch. Doch durch Medikamente haben mittlerweile viele Infizierte eine fast normale Lebenserwartung und können ihr Leben gestalten wie andere auch. HIV ist mit Therapie auch nicht mehr übertragbar. Menschen mit HIV können heute aufgrund der Behandlungsmethoden leben wie alle anderen, sei es am Arbeitsplatz, der Freizeit, bei Sexualität oder bei der Familienplanung.
Auch gibt es bisher keine Erkenntnisse darüber, dass HIV-infizierte Menschen einen schwereren Verlauf einer Corona Infektion als Nicht-HIV-Infizierte befürchten müssen.
„Dennoch bereitet das Thema verständlicherweise vielen betroffenen Menschen große Sorge.“, so der Abgeordnete. Da die Betroffenen in der Regel erfolgreich therapiert werden und daher über ein funktionierendes Immunsystem verfügen, sind sie nicht in höherem Maße von schweren Verläufen betroffen. Vermutlich ist jedoch eine Corona Infektion für Menschen problematisch, wenn sie unter einer bisher nicht erkannten HIV-Infektion leiden und deren Immunsystem entsprechend geschwächt ist, so Schoch. Diese Verunsicherung in Corona Zeiten macht auch deutlich, wie wichtig die AIDS-Beratung auch heute noch ist. Daher ist es notwendig, dass die Beratungsstellen ihre Arbeit vernünftig leisten können und das notwendige Fachpersonal vorhanden ist. Da es bezüglich der Förderkriterien für die Finanzierung der Aids-Beratung und der psychosozialen Betreuung für HIV-Infizierte Unsicherheiten gibt, hat der Abgeordnete in einem Schreiben an das Sozialministerium darum gebeten, dass auch in Zukunft das Beratungsangebot flächendeckend durch Landeszuschüsse gesichert wird.

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