Alexander Schoch zum internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Pressemitteilung Nr. 128/2020
Emmendingen, den 24.11.2020

„Viele Frauen erleben immer noch täglich brutale Gewalt. Der Großteil dieser Taten wird durch den eigenen Partner begangen. Gerade weil diese Gewalt so häufig im Privaten stattfindet, ist es wichtig, die Debatte darüber öffentlich zu führen und an Tagen wie heute in den Mittelpunkt zu stellen.“, sagt Alexander Schoch.

Der Abgeordnete weist darauf hin, dass auch in Baden-Württemberg die Taten jährlich zunehmen. So wurden 2011 noch 10 872 Taten angezeigt, 2019 zählte die Polizei dann 13 048 Fälle. Für das Jahr 2020 liegen noch keine Zahlen vor. „Wie sich die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen ausgewirkt haben und noch auswirken, wissen wir noch nicht abschließend.“, berichtet Schoch weiter. Während des Lockdowns zeichnete sich zunächst keine außergewöhnliche Zunahme ab. Nach den Lockerungen berichteten aber verschiedene Frauenhäuser von mehr Anfragen und höherer Auslastung. Es bleibe wichtig, die bestehenden Hilfsangebote verfügbar zu halten und wenn nötig auszubauen. Das Land Baden-Württemberg hat dafür einen Soforthilfefonds in Höhe von 2 Millionen Euro aufgelegt.

„Auch wenn im Corona-Jahr der Blick besonders auf häusliche Gewalt gerichtet ist, gilt es, auch Themen wie Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche Armut und Femizid nicht zu vergessen. Um dies zu bekämpfen müssen wir uns nicht nur für die Verfolgung dieser Straftaten einsetzen, sondern auch weiter für Gleichstellung von Frauen weltweit.“, fordert Schoch.

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