Alexander Schoch: Baden-Württemberg spart bundesweit am stärksten Treibhausgase ein

Pressemitteilung Nr. 120/2020
Emmendingen, den 05.11.2020
„Von allen Bundesländern hat Baden-Württemberg 2019 den größten Anteil an Treibhausgasen eingespart. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Südwesten 20 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen, wie die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte. Das entspricht einem Rückgang von rund 5 Millionen Tonnen.“, freut sich der Abgeordnete.
Grund sind den Angaben zufolge unter anderem die gestiegenen Kosten für Emissionsrechte für Industrie-Unternehmen. Dadurch stieg auch die Nachfrage nach erneuerbaren Energiequellen und Brennstoffen wie Holz.
Auch bei der emissionsstarken Herstellung von Zement und Kalk verdrängen Ersatzbrennstoffe zunehmend Kohlekraftwerke.
Der Bundesschnitt der Treibhausgasreduktionen liegt bei 14,2 Prozent.
Das einzige Bundesland, in dem der Ausstoß sogar zunahm, ist Rheinland-Pfalz. Welchem Bundesland in absoluten Zahlen die größte Einsparung gelang, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.
Der Abgeordnete verweist in diesem Zusammenhang auf die Novelle des Klimaschutzgesetzes, die am 14. Oktober verabschiedet und damit die Grundlage für weitere ambitionierte CO2-Einsparziele für Baden-Württemberg gelegt hat.
„Minus 42 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 ist für ein Industrieland wie Baden-Württemberg, das Jahrzehnte den Großteil seines Stroms aus Atomkraftwerken bezogen hat, eine echte Herausforderung“, sagte Alexander Schoch, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.
Große Wirkung werden die im Gesetz festgeschriebene PV-Pflicht für Nichtwohngebäude sowie die verpflichtende kommunale Wärmeplanung entfalten. Damit sorgt das Land wir für mehr erneuerbaren Strom im Land, der für die Versorgungssicherheit benötigt wird.
Außerdem wird so die Basis für eine klimafreundliche kommunale Wärmeversorgung geschaffen. Der kürzlich beschlossene CO2-Preis auf Heiz- und Kraftstoffe macht es für Kommunen attraktiv, ihre Planung auch umzusetzen und sich mit erneuerbarer Wärme und effizienter Wärmenutzung finanzielle Spielräume zu schaffen.
Die PV-Pflicht müsse in der kommenden Legislatur ausgeweitet werden, präzisierte Untersteller. Aber auch die Novelle des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes sollte um weitere Maßnahmen ergänzt werden. 
„Wir müssen unsere Politik konsequent an Zielen ausrichten, wenn wir den Klimawandel erfolgreich begrenzen wollen.“
Wichtig sei auch, welche Ziele sich die Europäische Union für den Klimaschutz setze. Denn daran müsse sich die Klimapolitik der Staaten und der Bundesländer orientieren.

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