Grußwort zum Auftakt der Energiekarawane in Endingen

Energiekarawane zieht durch Endingen

Landtagsabgeordneter Schoch und Bürgermeister Metz geben den Startschuss
Keine echten Kamele, aber viele Informationen rund um das Thema Sanierung gab es am Montagabend, als Bürgermeister Metz und die Klimaschutzmanagerinnen Glogau und Mutschler-Oomen die erste Energiekarawane Endingens eröffneten. Alexander Schoch vermisste in seiner Ansprache die echten Kamele, die in den Anfängen der Kampagne, die inzwischen bundesweit in etlichen Kommunen durchgeführt wird, dabei waren. Er lobte die Initiative der Stadt Endingen, dieses Projekt, welches die Sanierungsberatung von Hauseigentümern zum Ziel hat, zum ersten Mal im Landkreis Emmendingen durchzuführen. Bürgermeister Metz begründete die Durchführung mit dem Umstand, dass die Gebäude in Deutschland und so auch in Endingen etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen verursachen. „Will man als Kommune, den Klimaschutz voranbringen, ist die Sanierung von Gebäuden eine wichtige Stellschraube“, so Metz. Die Quartiere „Niederdorf“ und „Altes Bühle“ in denen die Karawane nun zuerst unterwegs ist, haben einen besonders hohen Anteil an Gebäuden, die aus den sechziger bis achtziger Jahre stammen.
Wie genau die Energiekarawane abläuft, erklärte im Anschluss Isabella Goletzko, Geschäftsführerin des Freiburger Vereins fesa e.V., der die Kommunen bei der Umsetzung der Energiekarawanen betreut. Sie machte deutlich, dass man die Mehrheit der Menschen nur durch persönliche Ansprache erreiche. Sie wollen fachlich informiert werden, aber am besten in ihrem vertrauten Umfeld. Außerdem lassen sich hier ganz individuell erforderliche Maßnahmen durchsprechen. Deshalb wurde die Energiekarawane entwickelt: „Nach einer aktiven Kontaktaufnahme, werden Hauseigentümer zu Hause kostenlos und unabhängig beraten“, fasste es Goletzko zusammen. So kämen die bisherigen Karawanen im Schnitt auf eine Beratungsquote von 25 Prozent, d.h. jeder vierte lasse sich beraten. Danach würden etwa 60 Prozent von den Beratenen Sanierungsmaßnahmen umsetzen.
Nach den Einführungen konnten sich die Besucher über erste fachliche Informationen freuen. Architekt Meinhard Hansen aus Freiburg zeigte in seinem Vortrag mit Bildern und Beispielen sehr anschaulich, welche Gewerke bei einer Sanierung zu betrachten sind. Er gab auch Einblicke in typische Probleme und Fehler, die bei nicht sachgemäßer Planung und Umsetzung passieren können und verwies dabei darauf, dass es wichtig sei, einen kompetenten Energieberater oder Architekten mit einzubeziehen.
Damit gab er auch das Stichwort für den letzten Teil des Abends, in dem die vom Klimaschutzmanagement akquirierten Energieberater vorgestellt wurden. Die fünf anwesenden Energieberater stellten sich und ihre Schwerpunkte kurz vor. Insgesamt sind im Zeitraum der Energiekarawane neun Energieberater für Endingen zuständig. Diese werden in den nächsten Tagen und Wochen, die Hauseigentümer in den Quartieren telefonisch kontaktieren und bei Interesse einen Termin für eine Beratung vereinbaren. Im Anschluss an die Vorstellungsrunde bestand für die Besucher die Möglichkeit mit den Energieberatern ins Gespräch zu kommen, um konkrete Fragen zur Sanierung des Hauses zu stellen oder einfach nur zum Kennenlernen.
Bei allen Fragen zur Energiekarawane wendet man sich an das Klimaschutzmanagement der Stadt Endingen unter 07642/6899-60 oder klimaschutz@endingen.de.

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