Mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Peter Haiss und Martin Wisser vor dem Hackschnitzelbunker

Alexander Schoch besucht im Rahmen der Energiewende- und Nachhaltigkeitstage die Nahwärmegenossenschaft Elzach eG

Alexander Schoch besucht im Rahmen der Energiewende- und Nachhaltigkeitstage die Nahwärmegenossenschaft Elzach eG

Pressemitteilung Nr. 99/2020
Emmendingen, den 28.09.2020
Vom 18.09. bis zum 21.09. fanden die Energiewende- und Nachhaltigkeitstage statt. Landesweit gab es über 1.300 Angebote – spannende Projekte, Veranstaltungen und Aktionen. Es handelte sich dabei um Angebote von Bürgerinitiativen, Verbänden und Vereinen, von Kommunen, Stadtwerken und Unternehmen. Sie alle haben mit Nachhaltigkeit und Energiewende zu tun und stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Klima und Energie“.
Für den Landtagsabgeordneten Alexander Schoch war es wichtig, an Hand eines beispielhaften Projektes im Landkreis Emmendingen das Thema „Klima und Energie“ herauszugreifen und besuchte daher die Nahwärmegenossenschaft Elzach eG, die im Jahr 2015 gegründet wurde. Bei seinem Besuch wurde der Abgeordnete durch die beiden Gründungs- und Vorstandsmitglieder der Bürgergenossenschaft Martin Wisser und Dr. Peter Haiß durch die Heizzentrale geführt.
Die Nahwärmegenossenschaft Elzach eG erzeugt hauptsächlich durch die Verbrennung von Holzhackschnitzeln und Holzpellets umweltfreundliche Wärmeenergie und baut ein Wärmenetz aus um ihre angeschlossenen Mitglieder mit Wärmeenergie zu versorgen. Der Staub der Holzpellets wird aufgefangen und ebenfalls der Wärmeerzeugung zugeführt.
Geplant ist im Endausbau die gesamte Kernstadt Elzach zu versorgen. Die Gesamtinvestitionskosten werden auf rund 15 Millionen Euro geschätzt.
Im Jahr 2019 wurden 10.000 MW Wärme aus regenerativen Quellen erzeugt und mit dem BHKW ca. 1.500 MW Strom – als Nebenprodukt – in das Netz eingespeist. Dadurch konnten in 2019 rund 1 Mio. Liter Erdöl eingespart und die CO2 Belastung um rd. 2.800 Tonnen reduziert werden. Für 2020 ist durch den weiteren Ausbau des Wärmenetzes die Einsparung von rd. 1,2 Mio. Liter Erdöl und einer damit einhergehenden steigenden Reduzierung der CO2-Emissionen zu erwarten.
Außerdem wird die Abwärme der Kläranlage genutzt. An kälteren Tagen wird dem Faulturm der Kläranlage Wärme durch die Nahwärmegenossenschaft zugeführt, um die anaeroben Abbauprozesse optimal am Laufen zu halten und eine Eisbildung zu verhindern.
In Elzach hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Die rund 300 Mitglieder der Genossenschaft bezahlen nur einen Arbeitspreis und keinen Grundpreis. Die Nachfrage sei gut und die Akzeptanz sehr hoch, was auch an Hand der hohen Anschlussquote ohne Anschluss – und Benutzungszwang deutlich wird.
Für Alexander Schoch ist die Nahwärmegenossenschaft Elzach eG ein Vorzeigeprojekt für die Wärmewende, Nachhaltigkeit und Energiewende, das über das Elztal und den Landkreis hinaus strahlt.
„Das Erreichen der Klimaschutzziele stellt uns vor die Aufgabe, den Gebäudebestand bis 2050 klimaneutral mit Wärme zu versorgen. Ziel ist es, im zukünftigen Energiesystem Wärmenetze und dezentrale Erzeugungsanlagen in einen sinnvollen Einklang zu bringen. Bei diesem Strukturwandel wird die kommunale Wärmeplanung eine zentrale Rolle spielen. Die Landesregierung wird daher die Wärmeplanung in den Kommunen fördern und unterstützen.“, so Alexander Schoch.

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