Staatssekretär Bilger BMVI und Landesverkehrsminister Hermann kurz vor der Freigabe

Windens großer Tag – B 294 – Ortsumfahrung Niederwinden entlastet viele Bürger

Die neue Ortsumfahrung in Niederwinden ist ein wichtiger Teilschritt zur Entlastung der Bürger*innen von Winden und wird die Lebensqualität deutlich erhöhen. Die Bevölkerung aus dem Ortsteil Niederwinden bekommen endlich die ersehnte Entlastung, auf die sie 60 Jahre gewartet haben.
Nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Ortsumfahrung Winden im Elztal, wurde die Strecke am Montag, 21. September durch Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Winfried Hermann, Landesverkehrsminister von Baden-Württemberg, und Bärbel Schäfer, Regierungspräsidentin von Freiburg, feierlich eröffnet.
Alexander Schoch freute sich, dass der lange Kampf um die Umgehung nun endlich zu einem erfolgreichen Ende geführt habe und erinnerte daran, dass es gemeinsam gelungen sei, durch die Priorisierung der OU B294 auf Landesebene dieses Projekt zur Umsetzung zu bringen.
„Ab heute werden die Bürgerinnen und Bürger in Niederwinden mehr Lebensqualität aufgrund von weniger Verkehr, Abgasen und Lärm bekommen. Die Überquerung der Hauptstraße wird einfach und gefahrlos, auch für Kinder und ältere Menschen, möglich sein. Die Verkehrssicherheit wird damit deutlich erhöht, darüber hinaus wird sich für Winden die große Chance für eine interessante und attraktive Gemeindeentwicklung ergeben“, so der Abgeordnete.
Die freigegebene Ortsumfahrung Niederwinden ist Teil eines zweistufigen Projektes, das die Gemeinde Winden insgesamt vom Verkehr entlasten soll. Die jetzt fertiggestellte 2,3 Kilometer lange Neubaustrecke für den Ortsteil Niederwinden führt entlang des bereits existierenden Bahndamms der Elztalbahn. Der Bahndamm bietet für die Anwohner einen zusätzlichen Schutz vor dem Lärm des Straßenverkehrs. Teil des Projekts waren auch der Bau einer neuen Straßenbrücke über die Elz und der Neubau von zwei Eisenbahnbrücken. Insgesamt dauerten die Bauarbeiten an dem ersten Abschnitt fünf Jahre. Es entstanden dabei Gesamtkosten von insgesamt 36,5 Millionen Euro, die der Bund als Straßenbaulastträger übernommen hat.
Auch für den Ortsteil Oberwinden wird bereits seit 2019 an einer Umfahrung gearbeitet. Herzstück dieses zweiten 1,8 Kilometer langen Abschnittes ist der Bau des neuen Brandbergtunnels. Bei diesem schreiten die Bauarbeiten weiter voran. Erst vor wenigen Tagen erfolgte der Durchbruch des Rettungsstollens. Fertigstellung und Inbetriebnahme des Tunnels sollen voraussichtlich bis 2024 erfolgen. Mit der Fertigstellung des Tunnels kann der Verkehr die Ortsumgehung Oberwinden nutzen und der Ort wird weiter vom Verkehr entlastet. Das Gesamtprojekt in Winden wird erst mit der Fertigstellung der Anschlussstelle Winden Ost, voraussichtlich 2026, beendet sein. Die Kosten für diesen zweiten Abschnitt belaufen sich auf 82,5 Millionen Euro.

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