Zu Besuch bei ZweiTälerLand-Geschäftsführerin Ulrike Weiß

MdL Schoch zu Besuch im ZweiTälerLand

Pressemitteilung Nr. 90/2020
Emmendingen, den 11.09.2020

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch die Elztal & Simonswäldertal Tourismus GmbH & Co.KG, um mit der Geschäftsführerin Ulrike Weiß ein Informationsgespräch zu führen.
Die vor 20 Jahren gegründete Tourismusgesellschaft ist eine Erfolgsgeschichte. Gesellschafter sind die sieben Gemeinden Biederbach, Elzach, Gutach im Breisgau, Simonswald, Waldkirch und Winden im Elztal. Seit 2014 ist auch Gütenbach als kooperatives Mitglied hinzugekommen.
Unter dem Markennamen ZweiTälerLand umfasst das Gebiet eine Fläche von 300 Quadratkilometer. Die Gesellschaft ist für das Marketing und den Vertrieb der attraktiven Ferienregion zuständig. Innerhalb des Gebietes gibt es auf einer Strecke von über 800 km ein vom Schwarzwaldverein ausgeschildertes Wanderwegenetz. Als erste Region in Baden-Württemberg wurde ZweiTälerLand zur „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Schmuckstück ist sicherlich der Zweitälersteig, der mit seinen 106 Kilometern mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ versehen wurde. Im ZweiTälerLand gibt es rund 250 Gastgeber.
Der Lock-Down war für den Tourismus ein schwerer Einbruch, die Tourismusgesellschaft nutzte diese Zeit für konzeptionelle Arbeit, oder für die Fertigstellung einer neuen Wanderkarte, so die Geschäftsführerin Ulrike Weiß. „Wir mussten zum Glück niemanden in Kurzarbeit schicken. Unsere sieben Mitarbeiterinnen wurden angehalten Überstunden abzubauen, Urlaub zu nehmen und z.T. ein Minus-Stunden-Konto aufzubauen. Die Gesellschaft ist bisher mit einem blauen Auge durch diese schwierige Zeit gekommen.
Zu einer wichtigen Aufgabe ist man jedoch aufgrund der Corona-Krise nicht gekommen, denn die Entwicklung einer neuen Tourismuskonzeption, die man mit verschiedenen Akteuren aus dem ZweiTälerLand erarbeiten wollte, musste nun erst einmal auf Eis gelegt werden.
Natürlich sei es gerade für die Hotels und die Gastronomie eine äußerst schwierige Phase gewesen und alle waren froh, als die Betriebe langsam wieder aus dem Lock-Down herausgekommen sind und ihre Betriebe hochfahren konnten. Die Umsetzung der Verordnungen für Hygiene und Abstand war nicht einfach, da sie oft sehr kurzfristig kamen. Aber es war für alle die erste Erfahrung mit einer Pandemie und dafür haben Politik und die zuständigen Behörden einen guten Job gemacht. Besonders die DEHOGA habe den Betrieben sehr schnell und gut die Informationen weitergeleitet und aufbereitet.
Seit Mitte Juli steigt nun der Schwarzwaldtourismus auch im Zweitälerland wieder an. Die Unsicherheit einer Auslandsreise macht sich durchaus bemerkbar. Auch ausgesprochen viele junge Menschen wandern gerade auf dem Zweitälersteig. „Wenn so viele Menschen, ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß, sich jetzt draußen bewegen, entsteht hier und da Konfliktpotenzial. Wichtig sind daher gegenseitige Rücksichtnahme und eine gute Aufklärung der Freizeitsuchenden.“
Für die Zukunft bleibt die Hoffnung, dass auch die attraktiven Märkte, die Tourismusmagneten sind, wieder öffnen können und sich der Einzelhandel und die Gastronomie weiter erholen können. Für den Schwarzwaldtourismus hat sich die aktuelle Situation durchaus noch zum Positiven gewendet.
Alexander Schoch bedankte sich für das gute und hoffnungsvolle Gespräch und fügte an: „Ich hoffe auch, dass die Corona-Hilfen der Landesregierung den Betrieben über die schlimmste Phase weghelfen konnten. Jetzt brauchen wir in allen Bereichen wieder mehr Optimismus was natürlich mit einer guten Nachfrage verbunden sein muss. Wir dürfen jedoch die Vorsicht im Umgang mit dem Virus nicht vernachlässigen, denn eine zweite Welle wäre verheerend.“

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