Corona-Folgen für die Gastronomie im Landkreis

Pressemitteilung Nr. 90/2020
Emmendingen, den 21.08.2020

Alexander Schoch im Gespräch mit Dehoga-Kreisvorsitzendem Ralf Gut

Die Gastronomie gehört zu den von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Branchen. Während der Besuch von Gaststätten ganz verboten oder stark eingeschränkt war, hatte sich Ralf Gut, der Vorsitzende des Kreisverbands Emmendingen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), bereits in verschiedenen Schreiben an den Landtagsabgeordneten Alexander Schoch gewandt und sich für politische Unterstützung der Branche eingesetzt. Inzwischen ist der Betrieb von Gaststätten unter Pandemiebedingungen wieder möglich und der Abgeordnete nutzte im Rahmen seiner Sommertour die Gelegenheit, Ralf Gut in seinem Landgasthaus zum Hecht in Bahlingen zu besuchen und sich über die aktuelle Lage der Gastronomie-Betriebe im Landkreis zu informieren.

Das aktuell gute Wetter helfe sehr, im Außenbereich laufe der Betrieb fast überall wieder gut, wusste Ralf Gut zu berichten. Die Zeit der Beschränkungen auf Essen zum Abholen habe aber ihre Spuren hinterlassen: „Im Ländlichen Raum wird das zu wenig angenommen.“ Seinen eigenen Gasthof hat er daher während dieser Zeit geschlossen und seine Arbeitskraft für einige Wochen dem Diakoniekrankenhaus in Freiburg angeboten. Aus der  der dortigen Küche konnte er viele Erfahrungen mitnehmen. Ähnlich kreativ sind auch viele Kolleginnen und Kollegen von Ralf Gut mit der Krise umgegangen: „Auch wenn wir froh über die Soforthilfen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten waren, will es die überwiegende Mehrheit der Wirtinnen und Wirte aus eigener Kraft schaffen.“ Zahlreiche Gastronomiebetriebe haben die Zeit auch für Renovierungen und Umbauarbeiten genutzt. „Die Zeit war auch im Verband insgesamt aber trotzdem sehr belastend.“, sagte der Kreisvorsitzende. Daher sei man dankbar, dass die Auszahlung der Soforthilfen sehr unproblematisch verlaufen ist und die Zusammenarbeit von DEHOGA und Landesregierung so gut funktioniert habe, wofür sich Ralf Gut ausdrücklich bedankte.

Im Moment sorgt man sich bei DEHOGA vor allem um den Erhalt kleiner Kneipen, die keine oder nur kleine Außenflächen haben und innen oft das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann und vor einer zweiten Corona-Welle im Herbst und Winter, wenn nicht mehr nach außen ausgewichen werden kann. Er appelliert daher an die Gäste und Wirtinnen und Wirte, sich an die Maskenpflicht und die weiteren Hygieneregeln zu halten. Alexander Schoch bestätigte die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Verband und ist dankbar, dass die überwiegende Mehrheit sich an die Regeln hält, auch wenn das Maskentragen gerade in der Hitze sehr anstrengend für die Beschäftigten ist.

Aufgrund der noch ungewissen Lage, fände Ralf Gut eine Verlängerung der Antragsfrist für das 2. Hilfspaket über den 30.09. hinaus hilfreich, denn einige Betriebe würden sicher erst danach feststellen, ob sie die Unterstützung in Anspruch nehmen müssten oder nicht. Für die Zukunft hofft er, dass sich das in der Krise verstärkte Bewusstsein der Gäste für regionale Produkte und die Bereitschaft, dafür auch Geld auszugeben, erhalten wird. „Auf lange Sicht schlägt Qualität den Preis“, zeigt er sich zuversichtlich. Alexander Schoch bedankte sich für die Einladung und versprach, sich weiter für die Gastronomie und Hotellerie in seinem ländlich geprägten Wahlkreis einzusetzen.

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