Herzlichen Glückwunsch zum 729. Geburtstag, liebe Schweiz

Alle Jahre wieder erhellen im Sommer Feuerwerke den Himmel über dem Rhein und wir Nachbarn wissen, es ist 1. August, die Schweizer feiern ihren Nationalfeiertag oder auch Bundesfeier genannt.

In diesem Jahr wird es aufgrund von Corona nicht möglich sein, die Bundesfeier überall wie gewohnt durchzuführen. Trotzdem wird der 1. August natürlich gefeiert und das ist auch gut so! Die Schweiz ist ein Vorbild für Demokratie, Föderalismus, direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung.

Ein einzigartige Land in der Mitte Europas, das durch friedlichen Zusammenhalt, Rechtstaatlichkeit, Demokratie und hohe Lebensqualität tief geprägt ist und als Vorbild für viele andere Länder gilt.

Der 1. August wird in der ganzen Schweiz mit Stolz der Entstehung der Eidgenossenschaft gedacht. Die Eidgenossenschaft geht, wie es der Name schon vermuten lässt, auf einen Schwur zurück. Jedenfalls will es die Legende so. Im Jahre 1291 nach Christus trafen sich drei Vertreter der 3 Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese um ein Verteidigungsbündnis gegen die Österreicher und andere Feinde zu treffen. Um das Bündnis zu besiegeln, schworen sie den „Rütlischwur“. Mit diesem Schwur hat also alles begonnen und es gesellten sich mit der Zeit und den Jahrhunderten immer mehr Kantone friedlich oder auch kriegerisch zu den Urkantonen bis sich die Schweiz wie sie heute existiert ( 1848 ) gebildet hatte.

Ich finde es auch sehr weitsichtig, dass diese Rütliwiese, wo dieser Eid geschworen wurde, der Schweizer Jugend gewidmet worden ist. Denn dies bringt auch zum Ausdruck, dass das Leben, die Schweiz, die Welt sich ständig wandelt. Die Kinder und die Jugend sind die Zukunft und daher ist der Wandel ist die große Konstante des Lebens. Manchmal begrüssen wir ihn, manchmal beunruhigt er uns, aber die Schweiz hat es immer bisher geschafft diesen Wandel zu gestalten. Egal ob es aktuell durch die Digitalisierung geschieht und den damit verbunden Wandel in der Arbeitswelt. Oder durch die zunehmende Verflechtung der Welt, politisch und wirtschaftlich. Das führt zu einem internationalen Anpassungsdruck und der Stärkung der Beziehungen zur EU. Für die Schweiz ist die EU der wichtigste Handelspartner, die Hälfte aller Schweizer Warenexporte gehen in die EU und in meinem Heimatkanton St. Gallen sind es sogar rund 60 Prozent der Exporte. Nur dadurch werden die Arbeitsplätze in der Schweiz zu sichern sein und kann der Wohlstand erhalten werden. Darum sind die Verträge mit der EU eine wichtige Zukunftsfrage.

Mit den besten Wünschen für die Zukunft, gratuliere ich der Schweiz zum 729. Geburtstag mit einer schönen Bundesfeier. Ich sage: „Jour de la fête nationale“, „Giorno della festa nazionale“ oder „Di da la festa naziunala“.

Alexander Schoch

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