Foto: Schulleiter Andreas Beuttler (rechts) und Alexander Schoch beim Gespräch im SBBZ Elztalschule

Alexander Schoch besucht das SBBZ Elztal-Schule in Bleibach

Pressemitteilung Nr. 78/2020
Emmendingen, den 30.07.2020

Zum Ende eines für alle schwierigen Schuljahrs besucht der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch die Schulen, die in der Corona-Krise vor besonderen Herausforderungen standen: die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im Landkreis Emmendingen. Nach Gesprächen in der Esther-Weber-Schule und der Eduard-Spranger-Schule in Emmendingen Wasser kam der Landtagsabgeordnete nun auch in die Elztal-Schule (SBBZ Lernen) zu Schulleiter Andreas Beuttler. „Die Schülerinnen und Schüler des SBBZ brauchen und bekommen dort besondere Unterstützung, für die der persönliche Kontakt zwischen Lehrkräften und Kindern noch wichtiger als in Regelschulen ist.“, so Schoch. „Deshalb möchte ich mich erkundigen, wie die Elztal-Schule die Zeit der Schulschließungen, in der das nicht möglich war, gemeistert hat.“

Andreas Beuttler berichtete, dass viele Schülerinnen und Schüler online nicht gut zu erreichen waren, weshalb man sich dafür entschieden habe, das Lernmaterial per Post mit Rückumschlag für die erledigten Aufgaben zu verschicken. Ein großer Teil der Kinder sei damit gut zurechtgekommen, sagte der Schulleiter, meist dank großer Unterstützung der Eltern: „Einige Kinder haben durch die außergewöhnliche Situation sogar profitiert und spürbar an Selbstständigkeit gewonnen.“ Andere seien aber leider wenig bis überhaupt nicht erreichbar gewesen. Das sei für Schüler*innen mit Förderschwerpunkt Lernen kritisch, da deren Fortschritte häufig von Regel-mäßigkeit und Struktur abhängen. Um diese Rückstände aufholen zu können, hofft Andreas Beuttler, dass nach den Sommerferien nicht die viel gefürchtete „ zweite Welle“ der Corona-Infektionen sondern weitgehend normale Umstände auf die Schule warten. Trotzdem plane man mit der Anschaffung von digitalen Endgeräten und Plänen für neue digitale Unterrichtsformen bereits für mögliche weitere Schulschließungen.

Ein weiteres Gesprächsthema war der Mangel an Sonderpädagogen und die daraus resultierende, unzureichende Versorgung der Inklusionsklassen nach dem „Rucksackmodell“ in Regel-schulen, aber auch in den SBBZ. Beuttler wünscht sich, dass die Planung sich nach den Bedarfen der Schulen richtet und nicht einfach eine errechnete Stundenzahl pro Schüler unabhängig von Schulform und Klassenzusammensetzung zur Verfügung steht. „Inklusion kann nur gelingen, wenn die Kinder mit Förderbedarf durch entsprechende Förderung eine Chance bekommen, in der Regelschule zu bestehen.“, so der Schulleiter. Wie das erfolgreich gelingen kann, zeigen die erfolgreichen Abschlüsse der Schülerinnen und Schüler der Elztal-Schule. Diese erwerben in Kooperation mit dem BSZ Waldkirch innerhalb von 2 Jahren den Hauptschulabschluss. Dies ist allerdings nur am SBBZ möglich. Alexander Schoch bedankte sich für die Einladung und versprach, sich weiter für die Belange der SBBZ einzusetzen: „Die Bildung und Förderung aller unserer Kinder liegt mir am Herzen. Die Kinder, die mit mehr Förderbedarf ins Leben starten, dürfen nicht abgehängt werden. Mit der richtigen Starthilfe können auch sie ein erfolgreiches und zufriedenes Leben führen. Ich bin froh, dass das an der Elztal-Schule ermöglicht wird.“

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