Grenzüberschreitend für das Klima radeln: Internationale Premiere bei der Aktion „STADTRADELN“

Grenzüberschreitend für das Klima radeln: Internationale Premiere bei der Aktion „STADTRADELN“
FRANZÖSISCHER NACHBAR DES LANDKREISES EMMENDINGEN NIMMT ERSTMALIG TEIL

Motiviert und unterstützt durch den Landkreis Emmendingen hat die französische Nachbarregion die Aktion STADTRADELN zeitgleich angefangen und ist damit Pionier in Frankreich. Anlässlich dieser Premiere nahmen rund 50 Radfahrende, darunter auch deutsche und französische Vertreter der Kommunalparlamente, an einer Fahrt von Sasbach nach Rheinhausen teil. Bereits seit zwei Jahren arbeitet der Landkreis Emmendingen mit dem französischen Planungsverband PETR (Pôle rurale et territoriale) Sélestat-Alsace Centrale zum Thema Klimaschutz zusammen. Der PETR zählt eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern mit 75.000 Einwohner, der Landkreis Emmendingen 680 Quadratkilometer mit rund 166.000 Einwohnern. Der Rhein verbindet beide Gebietskörperschaften auf einer Länge von 19 Kilometern.
Alexander Schoch MdL freute sich als Mitglied im Oberrheinrat sehr über die grenzüberschreitende Aktion. Auch, dass beim Wyhler Gedenkstein ein Stopp eingelegt wurde und an den Kampf gegen den Bau des Atomkraftwerkes erinnert wurde, fand der Abgeordnete passend und den damit auch den aktuellen Zusammenhang zum im Juni endlich stillgelegten Atomkraftwerk Fessenheim. Dieses grenzüberschreitende Radeln sollte, so Alexander Schoch auch ein Zeichen setzen, dass es keine Grenzschließung wie in den vergangenen Monaten geben darf.
Als Mitglied des Umweltausschusses des Landtages hob der Abgeordnete hervor, dass der Klimawandel das gesamte Oberrheingebiet beiderseits des Rheins betrifft.

Nach dem ersten Austausch zum Thema Klimaschutz setzen wir den vor zwei Jahren begonnenen Austausch mit der Aktion STADTRADELN und VILLE EN SELLE fort“, begrüßte Landrat Hanno Hurth die Teilnehmenden. Raphaël Koulmann, Beauftragter für Mobilität beim PETR Sélestat-Alsace Centrale hat die die französische Übersetzung von der Internetseite und der App beim Klima-Bündnis Deutschland angeregt und deren Umsetzung betreut. „Wir freuen uns darüber, dass sich über 300 Radfahrende bei uns eingetragen haben und vor allem viele Politiker teilnehmen. Weitere französische Kommunen wollen folgen“, lautet sein vorläufige Fazit. Unterstützt wurde er durch Patrick Barbier, Bürgermeister von Muttersholtz und stellvertretender Präsident des PETR: „Aktuell läuft dieser ökologische und auch sportliche Wettstreit zwischen den Gemeinden gut an, ich danke dem Landkreis Emmendingen für diese Inspiration. Am Rhein leben wir in einer Ebene, es bietet sich einfach an, das Rad zu nutzen“. Die Fäden liefen bei Philipp Oswald, Klimaschutzmanager des Landkreises Emmendingen, zusammen, der gemeinsam mit der Europabeauftragten Silke Tebel-Haas die Radtour auf deutscher Seite organisiert hat. „Das Interesse der französischen Teilnehmenden war groß, u.a. galt es auch Erhard Schulz, der am Wyhler Gedenkstein über den Kampf gegen Atomenergie und für Erneuerbare Energien informiert hat.“, erklärt der Klimaschutzmanager des Landkreises. „Auch bei Lösungswegen zu einer nachhaltigeren Mobilität können wir viel voneinander lernen.“

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