Straßenlärm im Landkreis Emmendingen – Web-Talk

Pressemitteilung Nr. 70/2020
Emmendingen, den 20.07.2020

Straßenlärm im Landkreis Emmendingen 

Am Donnerstag, den 30. Juli möchte Alexander Schoch gemeinsam mit Thomas Marwein MdL, dem Lärmschutzbeauftragten der Landesregierung von 18.30 bis 20.00 Uhr zu einer virtuellen Gesprächsrunde zum Thema Straßenlärm im Landkreis Emmendingen einladen.
Thomas Marwein, der bisher einzige Lärmschutzbeauftragte einer Landesregierung, wird seine Arbeit als Lärmschutzbeauftragter vorstellen und über die Initiative Motorradlärm informieren. Dieser Initiative sind aus dem Landkreis Emmendingen bisher Freiamt, Biederbach, Elzach, Herbolzheim, Kenzingen und der Landkreis beigetreten.
Die öffentliche Veranstaltung richtet sich nicht nur an Vertreter*innen der Kommunen und des Landkreises sondern soll alle interessierten Bürger*innen ansprechen.
Den Zugang zum virtuellen Raum erhalten die Teilnehmer*innen nach erfolgter Zusage.

Anmeldungen werden vom Wahlkreisbüro entgegen genommen!
07641-954545; Alexander.schoch.wk@gruene.landtag-bw.de

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Hintergrund zur Initiative Motorradlärm:
Motorradfahren ist für viele Menschen in Baden-Württemberg Freizeitvergnügen und Hobby. Zahlreiche Ausflugziele sind in vielen Regionen von Baden-Württemberg landschaftlich schön gelegen, hierzu gehört auch unser Landkreis zwischen Rhein-Kaiserstuhl-Breisgau und dem Schwarzwald.
Die reizvolle Landschaft unseres Landkreises zieht viele motorradfahrende Touristen aus dem In- und Ausland an. Für viele Anwohner bedeutet das Freizeitvergnügen der Motorradfahrer*innen, oder auch manch Autofahrer*innen eine Lärmbelästigung, wenn die Fahrzeuge die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreiten oder auf extralaut getunten Motorrädern oder Autos unterwegs sind.
Besonders an Wochenenden oder Feiertagen sind Motorräder oft unterwegs. Ein rücksichtsvolles Miteinander, die Einhaltung geltender Gesetze und Geschwindigkeitsregelungen sind Voraussetzung, um Interessenskonflikte und Verbotszonen zu vermeiden. Die berechtigten Interessen der Anwohner und die der Motorrad Fahrenden gilt es, in einen fairen Ausgleich zu bringen.
Ansätze zur Lärmminderung und Erhöhung der Verkehrssicherheit können sich durch Förderung von Verständnis und Toleranz zwischen den Verkehrsteilnehmern ergeben. Durch die landesweite Initiative Motorradlärm, der inzwischen 120 Kommunen und Landkreise beigetreten sind, kann eine höhere Sensibilisierung erreicht werden. Solche sogenannten weichen Maßnahmen müssen von wirkungsvollen Kontrollen und Sanktionen flankiert werden. Jedoch muss bei eklatanten Verstößen gegen die Vorschriften die Polizeibehörde ein wirkungsvolles Instrumentarium in die Hand bekommen, um die betroffenen Fahrzeuge unmittelbar aus dem Verkehr zu ziehen.
Daher soll diese Initiative gegen Motorradlärm dazu beitragen den politischen Druck auf den Bund und die EU zu erhöhen Regelungen zu schaffen, die den Lärm und damit die krankmachende Belastung für die Bevölkerung durch Verkehrslärm zu verringern.

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