Alexander Schoch MdL zu Besuch in der Esther-Weber-Schule bei Direktorin Heiderose Rübling.

Gibt es ausreichend Präsenzunterricht an den SBBZ im Landkreis Emmendingen?

Pressemitteilung Nr. 68/2020
Emmendingen, den 15.07.2020


Alexander Schoch besucht Esther- Weber-Schule in Emmendingen-Wasser

Die Schulschließungen und dann zunächst teilweisen Öffnungen der Schulen während der Corona-Zeit haben Familien viel abverlangt, dies gilt besonders dort, wo Kinder mit Behinderungen dazu gehören. Das wurde durch verschiedene öffentliche Äußerungen in den vergangenen zum Präsenzunterricht an der Esther-Weber-Schule in Emmendingen Wasser deutlich. Einige Eltern hatten sich mit der Bitte um Unterstützung direkt an Alexander Schoch gewandt, was der Landtagsabgeordnete zum Anlass genommen hat, die Schulen zu besuchen. Auch aufgrund persönlicher Erfahrungen im Familien- und Bekanntenkreis sind Alexander Schoch die großen Herausforderungen bekannt, vor denen die Eltern von Kindern mit Behinderung täglich stehen: „Die Betreuung von Kindern, die nicht selbständig Aufgaben bearbeiten können und in einigen Fällen auch Pflege benötigen, ist ungleich anstrengender als die der Regelschulkinder. Ich verstehe, dass gerade diese Eltern Unterstützung brauchen.“, so der Abgeordnete. „Ebenso wichtig ist das Recht auf Bildung dieser Kinder.“ Wie das mit den Corona-Regeln zu vereinbaren ist und zukünftig sein wird, war Thema des Gesprächs.Daran nahm neben Direktorin Heiderose Rübling auch Steffen Kluge vom Regierungspräsidium Freiburg teil. Heiderose Rübling äußerte großes Verständnis für die Lage der Eltern und Kinder und versicherte, das Schulteam sei mit aller Kraft bemüht, so viel Unterricht und Betreuung anzubieten wie möglich. Aufgrund geltender Hygieneregeln sei dies tatsächlich nicht für alle Schülerinnen und Schüler in vollem Umfang möglich. „Ein Teil der Eltern behält ihre Kinder auf eigenen Wunsch daher weiterhin zu Hause. Für die Kinder, die zu uns kommen, wollen und müssen wir eine möglichst sichere Umgebung bieten.“, erklärt sie. Limitierender Faktor sei hier vor allem der Schülertransport. Das bestätigte auch Steffen Kluge vom Regierungspräsidium Freiburg, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm: Aufgrund der Abstandsregeln, die gerade bei Kindern, die keine Maske tragen können, strikt umgesetzt werden, müssten für Regelunterricht für alle Kinder täglich 45 Fahrten mehr stattfinden. Das sei logistisch leider nicht möglich. Dies und das Fehlen der Lehrkräfte die zu einer Risikogruppe gehören, bedinge das nach wie vor eingeschränkte Angebot an Präsenzunterricht. Inzwischen bietet die Schule aber durchgehend Notbetreuung während der sonst üblichen Schulzeiten an. Hier werden die Kinder nicht einfach beaufsichtigt, betonte Heiderose Rübling: In jeder Gruppe seien Lehrkräfte eingesetzt, die Schüler bei der Arbeit an individuellen Lernplänen unterstützten. Die Nachfrage nach Notbetreuung wurde immer höher, je länger die Schulschließungen andauerten. Man sei von Anfang an bemüht gewesen, hier nicht nur die Kinder von Eltern in sog. systemrelevanten Berufen zu berücksichtigen, sondern die Erschöpfung der betreuenden Eltern im Blick zu haben. Heiderose Rübling bittet die Eltern, sich bei Problemen an die Schulleitung zu wenden: „Wir haben bis jetzt für jede Familie, die auf uns zukam, eine Lösung gefunden, die bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch beim Erreichen der Bildungsziele hilft.“, betont sie. Sie hofft, dass für die Zeit nach den Sommerferien so bald wie möglich ein klarer Plan feststeht, mit dem das Schulleben so normal das unter Pandemiebedingungen möglich ist, weitergehen kann. Alexander Schoch dankte dem Team der Schule für den Einsatz während der Corona-Zeit und bat gleichzeitig, den Familien weiterhin so viel Unterstützung wie möglich zu bieten. „Gerade in einer solchen Krise müssen wir die Familien, deren Alltag ohnehin schon schwieriger ist, unterstützen.“ Er kann nachvollziehen, dass es Grenzen des Machbaren gibt und die Umsetzung der Hygieneregeln hier eine große Herausforderung bedeute. „Deshalb werde ich mich weiter für Lösungen einsetzen, die neben dem Infektionsschutz auch die Situation der Familien berücksichtigt.“, verspricht der Abgeordnete. „Ich möchte alle betroffenen Familien ermuntern, mit der jeweiligen Schule oder dem Elternbeirat Kontakt aufzunehmen um Probleme zu lösen.“ Um den aktuellen Konflikt beizulegen, ist er gerne bereit, auch an weiteren Gesprächen zwischen Eltern und Schulen teilzunehmen.Foto: Alexander Schoch MdL (links) zu Besuch bei der Esther-Weber-Schule Emmendingen mit Direktorin Heiderose Rübling

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