Zum Weltflüchtlingstag

Momentan sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Nach Angaben der UNO suchen gerade 79,3 Millionen Menschen, also ungefähr so viele, wie die Bundesrepublik Einwohner hat, nach einem sicheren Zufluchtsort. Doch dies wird immer schwieriger, denn die Aufnahme von Flüchtlingen wird vielerorts abgelehnt. „An den Ursachen dieser dieser gigantischen Fluchtwelle arbeiten wir alle mit“, so Alexander Schoch. Kriege, Bürgerkriege, Hunger, Klimakatastrophen – die Gründe, warum Menschen aus ihrer Heimat flüchten, sind vielfältig und alle vom Menschen gemacht. „Wir alle tragen ein Stück Verantwortung, wenn wir eine Politik gewähren lassen, die Elend, die Vertreibung und oftmals den Tod der Flüchtlingen in Kauf nimmt.“

Der Mangel an Solidarität alleine in der Europäischen Union ist für den Abgeordneten eine humanitäre Bankrotterklärung. Der beste Weg, Flüchtlingswellen abzubauen, ist es, in den Herkunftsländern der Flüchtlinge für Lebensbedingungen zu sorgen, die es den Menschen erlauben, daheim zu bleiben. Dies allerdings erreichen wir nicht dadurch, dass wir mit Despoten und Diktatoren kooperieren, deren Geheimdienste ausbilden und ausrüsten und ihre Repressionsapparate auf westlichen Stand bringen, sondern indem wir Entwicklungshilfe an konkrete Projekte binden und deren Einhaltung überwachen. Bis es so weit ist, müssen wir Organisationen wie SOS Mediterranee unterstützen, die Menschenleben retten. „Darum haben sich auch viele Kommunen in Europa und auch im Landkreis Emmendingen bereit erklärt Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen einen sicheren Hafen zu bieten, was ich ausdrücklich unterstütze.“, so Schoch.

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