Internationaler Tag der Pflege

Alexander Schoch fordert Konsequenzen aus der Corona-Krise und Neuausrichtung der Gesundheitspolitik

Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich am 12. Mai, dem Geburtstag der britischen Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale, begangen. Die große Mehrheit der Bevölkerung (95 Prozent) hält den Pflegeberuf für einen fachlich anspruchsvollen Beruf mit Zukunft, 98 Prozent sind der Meinung, dass Pflegende mehr Anerkennung für ihre Arbeit erhalten sollten, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap. Alexander Schoch: „Unsere Pflegekräfte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und bei der Pflege zu Hause und sind tragende Säulen unserer Gesundheitsversorgung. Die COVID-19-Krise hat überdeutlich gezeigt wie wichtig die Arbeit der Pflege ist und hat offengelegt, was in den vergangenen Jahrzehnten in der Gesundheitspolitik falsch gelaufen ist. Ich möchte dafür werben, das zum Anlass zu nehmen, es zukünftig besser zu machen. Aus der Krise zu lernen, heißt für den Abgeordneten auch eine Novellierung des Gesundheitssystems anzustreben. Dessen bisherige Ausrichtung auf Effizienz und Wettbewerb hat Einrichtungen und Dienste an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz gebracht. Unser Gesundheitswesen stellt eine öffentliche Aufgabe der Daseinsvorsorge dar und muss daher vernünftigen Rahmenbedingungen unterliegen um eine nachhaltige Gesundheitsversorgung für unsere Bevölkerung zu gewährleisten.“Zu vernünftigen Rahmenbedingungen gehören auch deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen und gute Einkommen für die Beschäftigten“, betont der Sprecher für Arbeitnehmerrechte der grünen Landtagsfraktion. „Diese seit vielen Jahren dringend erhobenen Forderungen müssen jetzt endlich Konsequenzen haben.“ Wenn eine Krise eine Chance sein solle, dann treffe dies gerade auf die Verbesserung der Bedingungen in Pflegeberufen zu. Dazu gehört für Schoch auch, die  zugesagte Prämie von 500 Euro aufgrund der hohen Belastung der Beschäftigten in der Corona-Krise allen Beschäftigten in der Pflege zugutekommen zu lassen, solange die Krise anhält. Gleichzeitig mahnt der der Abgeordnete, die auf die Pflege gerichtete Aufmerksamkeit nicht nach der Krise abebben zu lassen, sondern die Chance zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Gesundheitspolitik als Daseinsvorsorge zu nutzen.

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