Schoch: Europa-Tag im Zeichen der Solidarität

Pressemitteilung Nr. 37/2020
Emmendingen, den 08.05.2020

„Jedes Jahr feiern die EU-Mitgliedstaaten rund um den 9. Mai die Europawoche. In diesem Jahr fällt die Europawoche in die Zeit vom 2. bis zum 10. Mai. In Deutschland wird vor allem im Netz gefeiert. Für uns in Europa ist die Covid19-Pandemie eine große Herausforderung. Wir wollen das Infektionsrisiko einschränken, aber auch an den europäischen Werten wie z.B. der Freizügigkeit festhalten.“, so Alexander Schoch.
Durch die Corona-Krise ist die Zukunft des Projekts Europa auf eine harte Probe gestellt. Dies wurde in den letzten Wochen durch nationale Krisenpläne, Ausfuhrbeschränkungen für medizinische Produkte und geschlossene Grenzen sehr deutlich. Die europäische Solidarität wurde dabei oft in den Hintergrund gedrängt, jedoch war sie bei der Zusammenarbeit bezüglich der medizinischen Versorgung gerade in der Oberrheinregion sehr groß.
„Mit dem Europatag am 9. Mai müssen wir ein Zeichen für die europäische Solidarität setzen.“, so Schoch weiter.
Der Europatag am 9. Mai erinnert jedes Jahr daran, dass die Menschen in Europa in Frieden und in Einheit leben. Historisch bezieht sich der Tag auf die „Schuman-Erklärung“: Am 9. Mai 1950 sprach der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede von seiner Vision einer europäischen Zusammenarbeit. Sein Vorschlag gilt als Grundstein für die Europäische Union, denn ein Jahr später gründete sich die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die als Eckpfeiler für eine Wirtschaftsunion ein Vorläufer der Europäischen Union wurde.
In diesem Geiste ist der European Green Deal der neuen EU-Kommission ein zentraler Baustein für ein nachhaltiges Europa. Auch wenn die Klimakrise wegen der Bekämpfung der COVID19-Pandemie derzeit auf der politischen Agenda etwas nach hinten gerückt ist, schreiten die klimatischen Veränderungsprozesse doch weiter dramatisch voran. Dadurch wird immer deutlicher, wie wichtig dieser European Green Deal für die Zukunft Europas ist.
Der europäische Grüne Deal umfasst einen Fahrplan mit Maßnahmen
• zur Förderung einer effizienteren Ressourcennutzung durch den Übergang zu einer sauberen und kreislauforientierten Wirtschaft
• zur Wiederherstellung der Biodiversität und zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung.
Er soll aufzeigen, welche Investitionen erforderlich sind und wie diese finanziert werden können. Er erläutert, wie ein gerechter und inklusiver Übergang gelingen kann. Die EU will 2050 klimaneutral sein. Um dorthin zu gelangen, wurde ein Klimaschutzgesetz vorgeschlagen, das diese politische Verpflichtung in Recht gießt und zum Auslöser für Investitionen werden soll. Hierbei spielt natürlich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine große Rolle.
Dies zeigt sich besonders in der Oberrheinregion, denn sie ist ein Pionier und wegweisend in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Diese Kooperation ist das Ergebnis eines großartigen Völkerverständigungsprozesses und stellt damit das Fundament für den europäischen Einigungsprozess dar.
„Die verschiedenen trinationalen Gremien wie die Oberrheinkonferenz, der Oberrheinrat oder die Metropolregion haben entscheidend dazu beigetragen, die Zusammenarbeit am Oberrhein zu vertiefen. Hier wurden viele gemeinsame Projekte initiiert und umgesetzt.“, so Alexander Schoch, Mitglied des Oberrheinrates.
Am Europatag 2020 möchten die EU-Institutionen durch zahlreiche Online-Aktivitäten die vielen Europäerinnen und Europäer würdigen, die im Geiste der Solidarität zur Überwindung der Corona-Krise beitragen. Informationen und Beiträge zur europäischen Solidarität.
Alexander Schoch möchte an dieser Stelle auch der Landeszentrale für politische Bildung LpB danken, die durch ihr sehr breites Angebot an Informationen und Veranstaltungen, das Bewusstsein für Europa und das Wissen über den europäischen Einigungsprozess in der Bevölkerung fördert und stärkt.

Verwandte Artikel