Land fördert das Pflegeheim am Franziskanergarten für seinen vorbildlichen Pflege-Ansatz

Pressemitteilung Nr. 33/2020
Emmendingen, den 07.05.2020

Schoch: „Mehr professionelle Unterstützung für pflegende Angehörige“
Das Land fördert mit insgesamt 3,6 Millionen Euro Projekte, die durch innovative Ansätze die Pflegelandschaft in Baden-Württemberg weiterentwickeln und verbessern sollen. Davon profitiert auch der Landkreis Emmendingen mit dem Neubau für die Kurzzeitpflege im Pflegeheim am Franziskanergarten der Arbeiterwohlfahrt in Kenzingen mit 600.000 Euro.
Die geförderten Vorhaben, die sich in den Kreisen Freiburg, Karlsruhe, Bodenseekreis, Ostalbkreis, Hohenlohe, Stuttgart, Schwarzwald-Baar, Baden-Baden, Waldshut, Rottweil, Calw und Emmendingen befinden, richten sich an pflegende Angehörige, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie professionelle Pflegefachkräfte.
Das Haus am Franziskanergarten in Kenzingen bietet zurzeit insgesamt 57 Plätze in der Kurzzeit-,  und stationären Pflege für pflegebedürftige Senioren. Das Pflegeheim liegt mitten in der historischen Altstadt von Kenzingen und ist nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Als ehemaliges Franziskanerkloster und städtisches Krankenhaus, haben Haus und Klostergarten eine lange Geschichte. Der Umbau zum Altenpflegeheim erfolgte durch die AWO-Freiburg Mitte der 80er-Jahre. Seit Juni 2019 ist das Klostergebäude durch einen verglasten Durchgang mit einem Neubau verbunden, der Teil des Mehrgenerationenquartiers am Franziskanergarten ist.
„Wir wollen in der Fläche Angebote schaffen, die Menschen  mit Unterstützungs-, Betreuungs- und Pflegebedarf dabei helfen, weiterhin ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung führen zu können“, betont MdL Schoch.
Ein Schwerpunkt der Förderung liegt in diesem Jahr auf der Förderung der Kurzzeitpflege.  „Viele pflegende Angehörige, fast drei Viertel von ihnen Frauen, leisten diese Arbeit ohne professionelle Unterstützung. Für die pflegenden Angehörigen, bedeute das eine starke Belastung, sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Hier schaffen Kurzzeitpflegeangebote wichtige Entlastung“, so MdL Schoch.
Dank der Bemühungen der Regierungsfraktionen kann in den Jahren 2020 und 2021 zusätzlich je 1 Millionen Euro für die Förderung der solitären Kurzzeitpflege genutzt werden. Gefördert werden vier Tagespflegeeinrichtungen mit 56 Plätzen und sechs Projekte für pflegende Angehörige und ambulante Pflegefachkräfte. Die Projektträger wurden besonders zur Einreichung von Konzepten ermutigt, die auf die speziellen Bedürfnisse einzelner Gruppen eingehen und so beispielsweise eine demenzgerechte und kultursensible Versorgung fördern.
Neben der Entlastung der pflegenden Angehörigen durch die geförderten Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen werden auch Pflegefachkräfte durch das Innovationsprogramm entlastet und gestärkt. Um häusliche Pflege einfacher zu machen, seien auch Angebote der Nacht- und Tagespflege wichtig. Mit dem Innovationsprogramm soll außerdem der weitere Ausbau von ambulant betreuten Wohngemeinschaften gefördert werden. Diese ermöglichen im Alter und bei Pflege- und Unterstützungsbedarf ein weitgehend selbstbestimmtes Wohnen.
Seit Beginn des Innovationsprogramms Pflege im Jahr 2011 wurden bereits über 150 Projekte gefördert. Dass der Bedarf groß ist, zeigt nicht zuletzt die hohe An-zahl der jährlich eingehenden Anträge.

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