Alexander Schoch: Weltfrauentag so notwendig und aktuell wie vor hundert Jahren

Pressemitteilung Nr. 13/2020
Emmendingen, den 06.03.2020

Frauen kämpfen seit Jahrhunderten für ihre Rechte: bessere Arbeitsbedingungen, gleiche Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit und die Gleichstellung der Frau! Der Internationale Frauentag hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegegung.  Frauenrechte sind „keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“ – so Clara Zetkin, die den Anstoß für den Internationalen Frauentag gab. Am 19. März 1911 wurde der erste offizielle „Internationale Frauentag“ in den vier europäischen Ländern Dänemark, Deutschland, Österreich, Schweiz sowie in den USA begangen. Hauptforderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Millionen Frauen gingen an diesem ersten Internationalen Frauentag auf die Straße. Seit 1921 wird der internationale Frauentag am 8. März gefeiert. Für Frauen gibt es in vielen Ländern noch keine rechtliche Gleichstellung und überall auf der Welt noch nicht die gleichen Chancen wie für Männer. „Der Internationale Weltfrauentag ist so aktuell wie vor hundert Jahren.“, so Alexander Schoch. Der Ausspruch der Friedensnobelpreisträgerin und Kinderrechtsaktivistin aus Pakistan, Malala Yousafzai: „Wir können nicht erfolgreich sein, wenn die Hälfte von uns zurückgehalten wird.“

Die Gesellschaften leistet sich noch immer das Potenzial der Hälfte der Menschen in vielen Bereichen außen vor zu lassen. Daher ist es heute immer noch genauso wichtig wie vor über hundert Jahren am internationalen Frauentag für Veränderungen einzustehen. Immer mehr Frauen sind berufstätig, leider oft unter prekären Bedingungen: für niedrigste Löhne, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Minijobs. Ein Job allein reicht oft zum Leben nicht mehr aus! Das ist ein Skandal! Daher dürfen wir gespannt sein, dass pünktlich zum 8. März 2020 zentrale Weichen für Gleichstellung in Europa gestellt werden sollen. Die EU-Kommissarin für Gleichstellung Helena Dalli wird die EU-Gleichstellungsstrategie 2020-2024, die europäische Agenda für die Durchsetzung der Gleichstellung der Geschlechter vorstellen.

Alexander Schoch hofft, dass mit dieser Gleichstellungsstrategie auch der dringend notwendige Handlungsrahmen für die künftige Frauen- und Gleichstellungspolitik für alle Staaten in der EU geschaffen wird, an der sich auch alle Mitgliedsstaaten verpflichtend halten müssen.

Ich möchte abschließend ein Zitat einer Frau hervorheben, der politische Korrektheit fern lag, sie leistete mit ihrer Literatur Widerstand gegen Verhältnisse, die ihr nicht gefielen, und das diesjährige Motto des Internationalen Weltfrauentages, „Each for Equal“ (Jede*r für Gleichberechtigung)

passt meiner Meinung nach auch zu ihr: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ – Astrid Lindgren (Kinderbuchautorin)

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