Zum Gedenken an die Auschwitz-Befreiung vor 75 Jahren

Am 27. Januar von 75 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der vorrückenden Roten Armee befreit. Was die Soldaten dort vorfanden wurde zum Sinnbild des Holocaust und hat den Glauben an die Menschlichkeit erschüttert. „Neben der Trauer um die Opfer der Shoa am heutigen Gedenktag muss die Aufarbeitung der Ereignisse und die Erinnerung daran immer in unserem Bewusstsein bleiben.“, so Alexander Schoch.

Die Gedenkstätten, die sich an den Orten der ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager befinden, stehen vor immer neuen Herausforderungen. Sie sind Orte des Gedenkens und gleichzeitig der Bildung. Während Rechtsextreme und zunehmend auch Rechtspopulisten den Holocaust immer offener in Frage stellen oder gar leugnen, ist es umso wichtiger die Erinnerungskultur zu erhalten und weiter zu stärken. Dabei greift beispielsweise die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau seit einiger Zeit auch auf soziale Medien zurück und hat mit ihrem Twitter Account @AuschwitzMuseum, 75 Jahre nach der Befreiung eine Million Follower erreicht. Dr. Piotr Cywinski, der den Account betreut, erinnert dort an die grauenvolle Geschichte, zeigt Erinnerungskultur und klärt historische Irrtümer und Lügen auf. Auch Projekte mit Schulen und anderen Institutionen halten die Erinnerung wach.

Alexander Schoch begrüßt, dass in Baden-Württemberg der Besuch einer Gedenkstätte, wie beispielsweise Natzweiler-Struthof im Elsass, für viele Klassen ermöglicht wird. „Am Ort des Geschehens lässt sich die Geschichte besser nachvollziehen. So nehmen die Schülerinnen und Schüler eine nachdrückliche Erinnerung mit, die allein mit Büchern nicht vermittelt werden kann.“ Auch für Erwachsene empfiehlt der Abgeordnete einen Besuch dort: „Wir müssen uns dieser Verantwortung, die weder vergeht, noch verjährt, nachdrücklich stellen. Nie wieder darf so etwas geschehen.“

Verwandte Artikel