Der Wald reagiert besonders empfindlich auf Klimaveränderung

Klimaschutz sozial und gerecht gestalten

Bei der Fraktionsklausur in Heidenheim war ein zentraler Punkt der soziale Aspekt beim Klimaschutz.
Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind an vielen Orten der Welt schon heute spürbar. Um der Zerstörung unseres Planeten entgegenzuwirken, müssen wir ressourcenschonender und ökologischer leben und wirtschaften.“, betonte Alexander Schoch am Rande der Fraktionsklausur in Heidenheim.
Das bedeute gewaltige Veränderungen, zum Beispiel wenn es darum gehe den Übergang von fossilen Energiequellen wie Kohle zu emissionsarmen Systemen wie Wind- oder Solarkraft zu bewältigen. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet werde. Die Landesregierung setze sich für eine weltweite sozial-ökologische Transformation ein, die die ökologische und die soziale Frage gemeinsam beantwortet.
Das Ziel sei eine emissionsarme, ressourcenschonende, soziale und gerechte Wirtschaft., so der Abgeordnete weiter.
Die Verteilung von Umweltlasten sei wie bei Einkommen und Vermögen eine sozialpolitische Steuerungsaufgabe. Damit der Klimaschutz sozial und gerecht werden könne, brauche es stabile, breite und fortschrittliche Bündnisse zwischen den Beteiligten wie der Umweltbewegung, Politik und den Gewerkschaften um den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu ebnen.
Menschen mit niedrigem Einkommen könnten dabei durch Zuwendungen vor steigenden Energiepreisen geschützt werden, auch sollten neue Härtefallregelungen Anbietern erschweren, Stromschuldnern den Strom abzustellen.
Der jüngst auf Bundesebene ausgehandelte C02-Preis (25 Euro pro Tonne) ist den Grünen zu niedrig. Sie plädieren für eine schrittweise Erhöhung, aber auch für soziale Staffelung. Zudem sollten die Erlöse teils an Zahler zurückfließen. Die Einnahmen sollen dabei, dafür verwendet werden, Strompreise zu senken und an die Haushalte ein Energiegeld zurückzuzahlen.
Im Herbst hatte die Fraktion ein „Klimaschutz-Sofortprogramm“ mit Weitgehenden Forderungen beschlossen, darunter eine „Solarpflicht“: Für alle Neubauten und Neueindeckung von Dächern sollen, falls möglich, Photovoltaik-Anlagen verpflichtend sein. Der Ausbau des Bus- und Bahnsystems solle durch kommunale verpflichtende Nahverkehrsabgaben finanziert werden.

Verwandte Artikel