Zu Besuch auf dem Mattenhof: Claudius Serrer, Dr. Maria Hehn, Alexander Schoch und Elmar Eichner-Gräf

Hervorragende Forstwirtsausbildung am Forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof

Pressemitteilung Nr. 109/2019
Emmendingen, den 19.12.2019
Im Ausschuss Ländlicher Raum und Verbraucherschutz ist Alexander Schoch auch für die Ausbildung zuständig. Bei seinem Besuch im Forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof (FAZ) in Gengenbach konnte sich der Abgeordnete das Ausbildungszentrum mit Wohnheimen aus dem Jahre 1983 einmal genauer anschauen.
Die Forstwirtsausbildung in Baden-Württemberg wird gemeinsam mit dem Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn auf hohem fachlichem Niveau sichergestellt. Bei einem gemeinsamen Rundgang mit der forstlichen Leiterin Dr. Maria Hehn, dem Ausbildungsberater Claudius Serrer und Elmar Eichner-Gräf als Vertreter der Berufsschulen, wurde dem Abgeordneten ein Einblick in die schöne und weitläufige Anlage ermöglicht.
Das Besondere am Mattenhof liegt in der Kooperation zwischen überbetrieblicher Ausbildung und Berufsschule. Dieses Miteinander ist in mehreren vertraglichen Vereinbarungen geregelt. ForstBW stellt das Lehrpersonal für die überbetriebliche Ausbildung und die Kultusverwaltung stellt das Lehrpersonal für die Berufsschulausbildung. Die Kosten für Verwaltung und Bauunterhalt teilen sich das Land und der Ortenaukreis als Schulträger der Berufsschule. Die Wohnheime und der Hauswirtschaftsbereich müssen sich finanziell selbst tragen: Zuschüsse für Blockschüler*innen vom Kultusministerium in Kombination mit Tagessätzen, die die Auszubildenden zahlen (die diesen allerdings weitestgehend vom Arbeitgeber rück-ersetzt werden) sorgen gemeinsam mit Mühe und Not für die jährliche „schwarze Null“.
Diese sehr komplexe Struktur erfordert zwar einen regelmäßigen Austausch und gemeinsame pragmatische Lösungen, bietet aber auf der anderen Seite die Möglichkeit rascher Reaktionen auf veränderte Rahmenbedingungen oder Anforderungen im Sinne der Ausbildung.
In Baden-Württemberg gibt es 135 anerkannte Ausbildungsbetriebe, von denen zurzeit 81 aktiv sind und von denen 387 Auszubildende, auch aus dem Landkreis Emmendingen, ausgebildet werden.
Am Mattenhof werden derzeit rund 250 Schüler überbetrieblich ausgebildet und erhalten Berufsschulunterricht. Rund weitere 100 besuchen das Forstliche Bildungszentrum Königsbronn, das in Arbeitsteilung mit dem FAZ Mattenhof für die überbetriebliche Ausbildung der nicht-berufsschulpflichtigen Auszubildenden, viele davon Abiturienten mit Lehrzeitverkürzung, zuständig ist.
Aus ganz Baden-Württemberg reisen die berufsschulpflichtigen Auszubildenden drei- bis viermal pro Jahr zu drei- bis vierwöchigen Unterrichtsblöcken an das Forstliche Ausbildungszentrum Mattenhof. Hier finden die Überbetriebliche Ausbildung (ÜbA) und der Berufsschulunterricht gleichzeitig und inhaltlich miteinander verzahnt statt. Die Ausbildungsinhalte reichen von der praktischen Holzernte über alle Aspekte der Waldpflege bis hin zur kompetenten Erledigung von Naturschutz-, Landschaftspflege- und Biotoppflegearbeiten.
Wichtige Elemente des Unterrichts sind kooperative Lernformen, handlungsorientiertes Lernen und Projektarbeiten. Dr. Maria Hehn, die forstliche Leiterin weist darauf hin, dass Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sehr bedeutende Faktoren darstellen und sich der Mattenhof daher regelmäßig zertifizieren lässt. Die ausgebildeten Forstwirte sind auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt, wie Claudius Serrer anhand von Statistiken belegt.
„Ich freue mich über Ihr großes Engagement und die hervorragende Ausbildung, die Sie hier am Mattenhof leisten und werde mich auch weiterhin für das FAZ Mattenhof einsetzen.“, sagte der Abgeordnete zum Abschluss.

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