Fahrplanwechsel bringt deutliche Verbesserungen im regionalen Schienenverkehr

Pressemitteilung Nr. 107/2019
Emmendingen, den 10.12.2019
Minister Hermann: Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Züge für einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel unabdingbar
Vom 15. Dezember an wird es im regionalen Schienenverkehr des Landes einige Änderungen geben. Diese stellten Landesverkehrsminister Winfried Hermann und die Vertreter der einzelnen Bahnunternehmen in Baden-Württemberg im Rahmen einer Pressekonferenz vor.
Verkehrsminister Hermann hob hervor, dass das Land gemeinsam mit den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen für die Fahrgäste deutliche Verbesserungen im regionalen Schienenverkehr erreichen will: „Wir arbeiten mit den Eisenbahnunternehmen intensiv daran, das Angebot im regionalen Schienenverkehr zu verbessern und auszuweiten. Auf diesem Weg kommen wir Schritt für Schritt voran. Der Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel kann nur gelingen, wenn attraktive Alternativen angeboten werden. Dazu gehören insbesondere die Zuverlässigkeit und die Pünktlichkeit der Regionalzüge. Die Lieferprobleme der Zughersteller Bombardier und Stadler haben hier große Probleme verursacht. Die Bahnunternehmen konnten aber in Abstimmung mit dem Land gute Ersatzkonzepte erarbeiten. Der Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird den Umstieg attraktiver machen.“
Für die Region ist nun wichtig, dass die Deutsche Bahn zum 15. Dezember mit den neuen Verkehren im Netz Breisgau Ost-West startet, so Alexander Schoch. Ab dann werden 24 neue Fahrzeuge auf einer neuen Infrastruktur mit 150 Kilometer Länge zwischen Endingen am Kaiserstuhl und Breisach bis in den Schwarzwald über Freiburg und Titisee nach Villingen und Seebrugg unterwegs sein.  Mehr Reisende kommen künftig komfortabler zum Ziel: Auch in den vier Bahnhöfen Gottenheim, Freiburg, Neustadt und zweistündig in Donaueschingen gibt es ab Sonntag durchgängige Verbindungen.
Die Breisgau S-Bahn bietet den Fahrgästen zwischen Kaiserstuhl und Schwarzwald viele Vorteile: neue Fahrzeuge vom Typ ET 1440 mit ihren großzügigen Mehrzweckabteilen und kostenlosem WLAN an Bord, die im Vorhinein intensiv auf der Strecke getestet wurden, verbesserte Taktzeiten mit einem komplexen Betriebskonzept im Hintergrund sowie die modernisierten Stationen. Auf der Strecke Neustadt – Donaueschingen – Villingen, sowie zwischen Titisee und Seebrugg wird ein Stundentakt angeboten.
An Sonn- und Feiertagen wird das Angebot verdichtet. Zwischen Freiburg und Neustadt wird im Zwanzigminutentakt gefahren und auf dem Abschnitt Titisee – Seebrugg verkehren zwei Züge pro Stunde und Richtung.

Ebenfalls  am 15. Dezember 2019 nimmt die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG den Schienenverkehr im Netz 9b („Freiburger Y“) auf. Dieses umfasst die Strecken Freiburg – Denzlingen – Elzach (Elztalbahn), Riegel-Malterdingen – Endingen – Breisach (Kaiserstuhlbahn) und Bad Krozingen – Staufen – Münstertal (Münstertalbahn). Auf der Kaiserstuhlbahn hatte das Infrastrukturunternehmen SWEG Schienenwege GmbH dafür in den letzten drei Jahren eine neue Infrastruktur geschaffen. Auf insgesamt rund 40 Kilometern Strecke wurden unter anderem Oberleitungsanlagen errichtet sowie Bahnsteige angepasst und barrierefrei ausgebaut. Aufgrund massiver Lieferschwierigkeiten kann der Fahrzeughersteller Bombardier die für das Netz 9b bestellten Elektrotriebzüge des Typs Talent 3 leider nicht rechtzeitig zum Fahrplanwechsel bereitstellen. Tobias Harms, Technischer Vorstand der SWEG, sagte: „Wir sind sehr verärgert über die verspätete Lieferung der Züge.“ So kommen diese erst ab Frühjahr 2020 sukzessive zum Einsatz. Bis dahin müssen die bisherigen RS1-Dieseltriebwagen beziehungsweise Elektrotriebfahrzeuge des Typs Talent 2 eingesetzt werden.“

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