Alfons Woestmann, Alexander Schoch, Hanno Hurth

Wohnungslosenhilfe im Kreis – eine Herzensangelegenheit

Alexander Schoch nahm die Einladung zur Wiedereröffnung der Räumlichkeiten im Haus Eliah gerne an. Er freute sich, dass für die außergewöhnliche Einrichtung der Wohnungslosenhilfe im Landkreis nun eine neu Ära starten würde. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Landrat Hurth, Oberbürgermeister Schlatterer, Alexander Schmidt und Thomas Rutschmann als Vertreter der AGJ und natürlich die zahlreichen Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen. Schoch entschuldigte Minister Lucha, der den Termin nicht wahrnehmen konnte.
Der Abgeordnete dankte besonders den Ehrenamtlichen der ersten Stunde, ohne deren Engagement in den 90er Jahren das Haus Eliah nicht gegründet worden wäre. Auch an Einrichtungsleiter Alfons Woestmann richtete er seinen besonderen Dank, der seit 1999 die Geschicke der Wohnungslosenhilfe in Emmendingen mit Ruhe, Geduld und der notwendigen Hartnäckigkeit erfolgreich leitet. Alexander Schoch verdeutlichte, wie wichtig die Arbeit im Haus Eliah ist und berichtete, dass er schon einige Male dort zu Gast war. Das heutige Konzept der Hilfe wurde Schritt für Schritt entwickelt. Heute besteht es aus den Komponenten „Wohnen, Teilhabe, Lebensperspektiven“. Das Leitmotiv lautet dabei: „Armut bekämpfen, Grundrechte sichern“.
„Im Haus Eliah bekommen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen einen geschützten Rahmen. Hier können die Besucher*innen und Bewohner*innen zusammenkommen, zur Ruhe kommen, einen Kaffee trinken, Gespräche führen und einfach einmal abschalten.“, so der Abgeordnete.

Schoch sponn einen interessanten Gedanken zu Norm und Individualität.
„Wie lange ist ein Mensch individuell und wann ist er außerhalb der Gesellschaft?“
„Einem Wohnungslosen sieht man möglicherweise all seine „seelischen“ Besonderheiten nicht an und schließt ihn, meist durch Vorurteile geleitet, einfach aus. Das Abweichen von der Norm wird von vielen Menschen keineswegs als positiv angesehen, im Extremfall werden diese Menschen ausgegrenzt und gemieden, ohne die Gesamtheit der Probleme oder die Hintergründe zu durchblicken. Es handelt sich um Randgruppen, die am gesellschaftlichen Leben kaum oder gar nicht mehr teilnehmen können.“
Hier sei ein wachsamer Blick notwendig um das Thema zu fokussieren und sensibel zu reagieren. Schoch ging noch auf den überfälligen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Erfassung Obdachloser ein und berichtete von der Wohnraumoffensive der Landesregierung. Zum Schluss brachte der Abgeordnete seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Landesregierung sich finanziell bei den Umbaukosten beteiligt habe und wünschte dem Leuchtturmprojekt Haus Eliah alles Gute!

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