Alexander zu Besuch bei Lars Brügner in Vörstetten

Alexander Schoch besucht Bürgermeister Lars Brügner in Vörstetten

Pressemitteilung Nr. 83/2019
Emmendingen, den 09.09.2019

Im Rahmen seiner Bürgermeistergespräche besuchte der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch Lars Brügner in Vörstetten, um sich mit dem Bürgermeister über aktuelle kommunal- und landespolitische Themen zu unterhalten.
Schoch zeigte sich zum Beginn des Gesprächs noch immer beeindruckt über das neu renovierte barrierefreie Rathaus, das seit 2017 nach mehrjähriger Plan- und Bauzeit ein Teil der neuen Ortsmitte in Vörstetten ist. Besonders schön ist der Blick durch das große Fenster auf den Platz vor der Kirche, der mit einem Springbrunnen versehen, viele Familien mit Kindern zum Verweilen einlädt. Über 50% Landesmittel sind in die neue Ortsmitte geflossen. Diese attraktive Ortsmitte trage auch zur Identifikationen der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimatgemeinde bei, so Schoch. Bürgermeister Brügner berichtete von einem weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Ab November werde der 3. Kommunale Kindergarten seinen Betrieb aufnehmen. Brügner betonte, dass man in Vörstetten viel Wert auf einen großzügigen Personalschlüssel lege.
Die vom Kultusministerium geplante dreimonatige Vorverlegung des Stichtages für die Einschulung sei ein großes Problem für die Kindergärten, diese müssten bis zu 25% mehr Kinder aufnehmen. „Hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ich gehe fest davon aus, dass es vor dem Hintergrund der Gespräche mit Städte- und Gemeindetag zu einer Konsenslösung kommen wird.“, so Alexander Schoch.
Einige weitere Themen kamen zur Sprache, so die Befürchtungen der Landwirte durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, die Möglichkeit der Eindämmung von Schottergärten im Bebauungsplan, der Erfolg von freiwilligen Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die Entwicklung der Gewerbeflächen. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen auch aus der eigenen Gemeinde ist gut. Das 2014 entstandene Gewerbegebiet in Richtung Reute kann sich weiter entwickeln. Die Zusammenarbeit im Gemeindeverwaltungsverband mit Denzlingen und Reute schätzt der Bürgermeister sehr.
Bei Bauflächen sei auch in Vörstetten ungebrochen hoch. Die Gemeinde habe eine Kooperation mit Freiburg verabredet. Rund 1,5 Hektar Fläche in Richtung Denzlingen werden als nächstes Baugebiet ausgewiesen, allerdings mit einer Besonderheit.
Für Alexander Schoch ist es sehr wichtig, dass die Kommunen keine so engen Vorgaben haben. „Die Rahmen sollen so vorgegeben werden, dass die Kommunen genügend Handlungsspielraum haben. Jede Gemeinde ist nun mal anders.“
Bürgermeister Brügner berichte zum Abschluss noch von einem bedrückenden Ereignis, dass sich im Rahmen der Kinderferienbetreuung zugetragen hat. Einen dreitägigen Trommelkurs für Kinder hat die Volkshochschule Nördlicher Breisgau (VHS) dabei in Vörstetten organisiert. Dieser wurde von einem rassistischen Vorfall überschattet. Wenige Tage vor Kursbeginn erhielt die VHS per Postkarte die Aufforderung, ihren schwarzen Musiklehrer Kofi Onny zu feuern. Daraufhin machte der Bürgermeister Lars Brügner Sache öffentlich und am Ende war die Zahl der Teilnehmer dreimal so hoch als Anmeldungen  eingegangen waren.
Für Brügner sei dieses Verhalten unverständlich und nicht nachvollziehbar. Die Geflüchteten in Vörstetten seien sehr gut integriert, einige arbeiten in der Gastronomie und helfen damit auch, dass die Gasthäuser weiterhin bestehen können. Alexander Schoch freute sich über dieses couragierte und mutige Verhalten vieler Eltern, der Gemeinde und des Bürgermeisters um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. „Wir müssen immer wieder um unsere offene und tolerante Gesellschaft kämpfen.“, so der Abgeordnete.
Alexander Schoch bedankte sich für die Einladung und das gute Gespräch. Er wünschte Bürgermeister, Gemeinderat und der Gemeinde Vörstetten weiterhin viel Erfolg.

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