Hofbesuch bei Familie Roser in Freiamt

Alexander Schoch besuchte mit einer Gruppe von Experten den Biohof der Familie Roser in Freiamt

Pressemitteilung Nr. 74/2019
Emmendingen, den 05.08.2019
Alexander Schoch lud bei seiner Sommertour auch dieses Jahr wieder zu einer kleinen landwirtschaftlichen Exkursion mit Experten rund um die Landwirtschaft ein. Mit dabei waren BLHV Präsident Werner Räpple, Martina Braun MdL, Sprecherin für den ländlichen Raum der grünen Landtagsfraktion, Christian Eichert als Vertreter der Bioverbände, Thomas Dresel vom Umweltschutzamt Freiburg, Marijke Böhmer vom Landwirtschaftsamt Emmendingen und Hans Page als Vertreter des Landschaftserhaltungsverbands.
Gastgeber war der Biobetrieb der Familie Roser, mit Angelika ihrem Mann Helmut, Sohn Julian und Schwiegertochter Paula. Vater und Sohn haben eine GbR gegründet. Zusammen versorgen sie rund 50 Milchkühe mit ganztägiger Weideführung (im Winter nicht) und bewirtschaften rund 80 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Die Kurzrasenweide, eine Weideführung aus der Schweiz, ist tier- und umweltfreundlich und gleichzeitig kosten- und arbeitssparend. Seit 2009 arbeitet die Familie auf dem rund 300 Jahre alten Hof (in 4. Generation) nach den strengen Bioland-Richtlinien. Das Futter wird überwiegend selber produziert. Das Ballenpressen, die Gülleausbringung und das Häckseln des Silomaises übernimmt ein Lohnunternehmen. Wald und Brennerei sind weitere Betriebszweige. Seit 2018 gibt es eine Hofkäserei, dort ist Paula die Chefin. Rund 20% der Milchproduktion wird zu Käse verarbeitet und direkt im Hofladen oder auf verschiedenen Wochenmärkten verkauft. Da mit Silage kein Bergkäse produziert werden kann, gibt es Überlegungen in eine Heutrocknung zu investieren und Käse aus Heumilch anzubieten. Die Hofnachfolge ist gesichert und der Betrieb hat sich in den letzten Jahren breiter aufgestellt. Daher kann die Familie Roser zuversichtlich in die Zukunft schauen. Die große Trockenheit im letzten Jahr hat hatte zu Versorgungsengpässen geführt und auch in diesem Jahr bereitet die zunehmende Trockenheit den Landwirten Sorge auch hinsichtlich der Wasserversorgung. „Im Gegensatz zu 2018 mussten wir in diesem Jahr jedoch noch kein Futter zukaufen“, sagte Helmut Roser.
In dem interessanten Gespräch mit der Familie wurden außerdem die Themen Tierwohl, Gülleverordnung, Investitionen und regionale Wertschöpfung angesprochen. Zum Abschluss durften die Gäste die interessanten und schmackhaften Käsesorten der Familie Roser probieren. In dem interessanten Gespräch mit der Familie wurden außerdem die Themen Tierwohl, Gülleverordnung, Investitionen und regionale Wertschöpfung angesprochen. Zum Abschluss durften die Gäste die interessanten und schmackhaften Käsesorten der Familie Roser probieren. „Ich freue mich sehr, dass wir im Landkreis innovative Betriebe wie Ihren haben. Ich bin davon überzeugt, dass von der Biomusterregion Freiburg auch positive Impulse für die Entwicklung Ihres Betriebes ausgehen werden. Ich danke der Familie Roser für die Gastfreundschaft und wünschte ihr für die Zukunft viel Erfolg“, sagte Alexander Schoch zum Abschluss der Hofbesichtigung.


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