zu Besuch auf dem Ziegenhof

Alexander Schoch besucht mit Experten den Ziegenhof der Familie Schöning

Pressemitteilung Nr. 73/2019
Emmendingen, den 05.08.2019
Alexander Schoch lud im Rahmen seiner Sommertour zu einem Hofbesuch auf den Ziegenhof der Familie Schöning auf den Wöpplinsberg ein.
Der Einladung gefolgt waren Werner Räpple, Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes ( BLHV), Martina Braun MdL, Christian Eichert als Vertreter der Bioverbände, Thomas Dresel vom Umweltschutzamt Freiburg, Marijke Böhmer vom Landwirtschaftsamt Emmendingen und Hans Page als Vertreter des Landschaftserhaltungsverbands.
Der Ziegenhof auf dem Wöpplinsberg wird von Veronika und Christian Schöning bewirtschaftet. Das Hofgut war ursprünglich ein Versorgungshof des Klosters Tennenbach. Heute sind die Schönings einer der größten Milchlieferanten für die Käserei Monte Ziego in Teningen. Das Hofgut wirtschaftet nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Als Heumilchbetrieb verzichten die Schönings komplett auf Silage. Daher bieten sie ganzjährig Milch in höchster Qualität an. 2013 wurde der neue Stall, der nahezu vollständig aus einheimischem Holz besteht, fertiggestellt. Dort leben rund 450 Milchziegen und 200 Lämmer. Das Futter wird fast komplett auf den eigenen Feldern produziert. Ziegen produzieren im Normallfall im Winter keine Milch. Daher musste Christian Schöning das System umstellen, um ganzjährig Milch an die Molkerei liefern zu können. Da die Pause nach dem ersten Lammen auf zwei Jahre verlängert wird, können die Betriebsleiter beobachten, dass die Ziegen älter werden und dabei gesünder bleiben. Die Tiere werden zweimal täglich gemolken, wobei der Melker sehr viel Geduld aufbringen muss. „Ziegen sind eigentlich zu schlau, um als Nutztiere gehalten zu werden.“, erklärt Schöning.
Im Jahr 2017 wurde die erste PV-Anlage auf dem Stalldach gemeinsam mit der Energiegesellschaft Emmendingen-Teningen installiert. Die erzeugte Leistung entspricht dem Strombedarf von 80 bis 90 Haushalten. Eine zweite, kleinere Anlage, die hauptsächlich der Heutrocknung dient, ist seit kurzem in Betrieb.
„Sie leisten hier bereits jetzt Pionierarbeit für die zukünftige Biomusterregion. Es freut mich, dass die Familie Schöning den Mut hatte, diese großen Investitionen zu tätigen. Das hier umgesetzte Konzept verdient Anerkennung und ist vorbildlich. Sie produzieren im Einklang mit der Natur und gestalten damit die Heimat aktiv mit.“, so der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch, der sich auch im Namen der Exkursionsteilnehmer bei der Familie Schöning bedankte.

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