Artensterben betrifft uns alle unmittelbar

PRESSEMITTEILUNG Nr. 37/2019
Emmendingen, den 07.05.2019

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) stellte am Montag einen globalen Bericht über den Zustand der Artenvielfalt vor. Demnach sich rund eine Million Arten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Der Bericht ist das Ergebnis einer drei Jahre dauernden Zusammenarbeit von 145 Wissenschaftlern aus 50 Ländern und soll die Grundlage für ein Uno-Rahmenabkommen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt bilden, dass im Oktober 2020 beim Weltnaturschutztreffen im chinesischen Kunming beschlossen werden soll. Ebenso wie für die Klimakrise trägt die Lebensweise der Menschen die Verantwortung für das Artensterben. „Unsere Anstrengungen, beides zu stoppen, sind bisher höchstens halbherzig. Die sog. Aichi-Ziele, auf die sich 150 UN- Staaten bereits 2010 für 2020 verständigt haben, werden wir nicht erreichen. Konsequentes politisches Handeln muss sich endlich auf Arten- und Klimaschutz ausdehnen.“, fordert Schoch, der den Vergleich Kathrin Göhring Eckardts treffend findet:„Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, das ist systemrelevant. Wenn es um ein paar Banken geht, dann sind sofort alle auf der Bühne und erklären, was alles sicher sein wird in Zukunft. Wenn es um das Ökosystem geht, das für uns Menschen lebenswichtig ist, dann machen sich CDU und CSU aus dem Staub.“

Besonders stark trägt die intensive Landnutzung zum Artenstreben bei. Die Forscher sind sich einig, dass ein energisches Umsteuern erforderlich ist. Die Folgen sind zunehmend so dramatisch, dass sie auch für die Menschen bedrohlich werden. „Das Artensterben wird – wenn wir es nicht stoppen – zum ökologischen Kollaps führen.“, warnt der Grünen-Abgeordnete Schoch. Es gebe keine Universallösung, die überall zum Einsatz kommen könne. „Es zeigt sich aber eindeutig, dass wir politisch dafür sorgen müssen, umweltfeindliche Subventionen abzuschaffen und unser Handeln konsequent auf Natur-, Arten- und Klimaschutz ausrichten müssen.“ Kathrin Göhring Eckhardt formulierte das aus Schochs sicht treffend: „Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, das ist systemrelevant. Wenn es um ein paar Banken geht, dann sind sofort alle auf der Bühne und erklären, was alles sicher sein wird in Zukunft. Wenn es um das Ökosystem geht, das für uns Menschen lebenswichtig ist, dann machen sich CDU und CSU aus dem Staub.“

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