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Alexander Schoch MdL: 33 Jahre nach Tschernobyl bedroht Fessenheim unsere Region noch immer

Tschernobyl steht für einen der größten Unfälle in der Geschichte der Atomenergie.Am 26. April 1986 trat in dem ukrainischen Atomkraftwerk der GAU ein. In Block 4 des Kraftwerks kam es zu einer vollständigen Kernschmelze mit bis heute verheerenden Wirkungen für diese ukrainische Region und weitreichenden Folgen auch für Deutschland.
Weg von der Atomenergie, hin zur Ökoenergie bekam nach dem Widerstand gegen das AKW Wyhl, dann nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl immer mehr Zuspruch und wurde schließlich nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima der neue Grundsatz der deutschen Energiepolitik. Unter dem Eindruck von Fukushima begann in Deutschland und Europa eine energiepolitische Kehrtwende. Bis 2022 soll der Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland vollzogen sein. Philippsburg II wird in diesem Jahr abgeschaltet.
33 Jahre nach Tschernobyl ist es jedoch mehr als überfällig, dass das AKW Fessenheim, das älteste AKW Frankreichs endlich abgeschaltet wird. Als Mitglied des Oberrheinrates erwartet Alexander Schoch, dass die französische Regierung ihre Zusage, die sie auch an die Menschen im Dreiländereck gemacht hat, einhalten wird und 2020 die Schrottreaktoren des AKW Fessenheim stillgelegt werden.
Nach dem bereits mehrfach von französischer Seite ein Stilllegungstermin genannt und wieder verworfen wurde, sei es wichtig nicht von der Forderung der sofortigen Stilllegung des AKW Fessenheim abzuweichen, so der Abgeordnete.
Der Druck auf die französische Regierung und auf die EdF müsse bestehen bleiben, insbesondere da die EdF nach wie vor keinen Stilllegungsantrag gestellt habe, obwohl dieser Stilllegungsantrag gesetzlich vorgeschrieben und bereits mehrfach von der Aufsichtsbehörde ASN eingefordert sei.
Dies sind Gründe genug, dass 33 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl die Menschen im Dreyeckland weiter konsequent gegen das AKW Fessenheim und die atomare Bedrohung, die von diesem Atomkraftwerk ausgeht, wie dies auch die jüngsten Störfälle deutlich gemacht haben, zu demonstrieren.
Daher sei es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich an der Kundgebung des Aktionsbündnisses „Fessenheim stilllegen. Jetzt“ in Colmar, am 27. April um 14.00 Uhr beteiligen. Weitere Infos siehe auch: http://www.fessenheimstop.org/

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