Unfallzahlen auf A5 steigen – Schoch fordert Tempolimit

PRESSEMITTEILUNG Nr. 18/2019
Emmendingen, den 20.03.2019

Was Pendler auf der A5 zwischen Freiburg und Lahr täglich erfahren, bestätigen nun Zahlen: Der Verkehr auf der Strecke nimmt zu und damit steigen auch die Unfallzahlen. Bereits eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Schoch aus dem Jahr 2017 ergab Unfallschwerpunkte an der Anschlussstelle Rust, der Zufahrt zum Europapark, zwischen den Anschlussstellen Freiburg- Nord und Riegel und im Bereich Freiburg-Mitte.
Nun stellte er erneut eine Anfrage zu Verkehrs- und Unfallzahlen an das Innenministerium für die Strecke zwischen Freiburg und Lahr, die eine weitere Steigerung Verkehrs- und Unfallzahlen ergab: die Zahl der bei Nimburg gemessenen Fahrzeuge pro Tag lag 2006 bei 66.495, davon gehörten 9.270 Fahrzeuge zum Schwerverkehr (SV), also LKW und Busse. In den darauffolgenden Jahren nahm die Zahl der gemessenen SV ab (2012: 7943) um dann wieder auf ein ähnliches Niveau anzusteigen (2017: 9622), während die Gesamtzahl der Fahrzeuge kontinuierlich anstieg: 2017 wurden 73.987 Fahrzeuge pro Tag gezählt.

Die Unfallzahlen liegen für die Zeit zwischen 2009 und 2018 vor und bilden ebenfalls einen deutlichen Anstieg ab. 2009 wurden auf der Strecke zwischen Freiburg und Lahr in beiden Richtungen 267 Unfälle gezählt, 2018 waren es 405. Auffällig ist, dass die Zunahme der Unfälle vor allem in nördlicher Fahrtrichtung gemessen wurde. (Anstieg von 133 auf 229 Unfälle in Richtung FR-LR bzw. 134 auf 176 LR-FR). Die Unfallschwerpunkte haben sich erneut bestätigt: die Belastung der Strecke zwischen Freiburg-Nord und Riegel hat sich allerdings inzwischen bis auf Höhe Kenzingen ausgeweitet. „Dass mit den zunehmenden Unfällen sowohl absolut als auch prozentual auch mehr Personenschäden zu verzeichnen sind, ist besonders besorgniserregend,“ hält Alexander Schoch fest.

Die Ursache für fast die Hälfte der Unfälle im abgefragten Zeitraum der vergangenen 10 Jahr war überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit. Das gilt auch für den Rest des Landes, wie das Innenministerium in seinem Antwortschreiben festhält: „Zu schnelles Fahren war in den Jahren 2008 bis 2018 auf den Autobahnen Baden-Württembergs die Hauptunfallursache (33,8 Prozent).“ Ein deutlicher Anstieg ist für Unfälle aufgrund eines ungenügenden Sicherheitsabstandes in den letzten Jahren zu beobachten: ihr Anteil lag im Jahr 2018 auf dem Streckenabschnitt Freiburg-Lahr zum ersten Mal leicht vor dem der Unfälle aufgrund zu hoher oder nicht angepasster Geschwindigkeit.

Für Alexander Schoch ist daher die Forderung eines Tempolimits berechtigt: „Studien in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, dass die Unfallzahlen und damit auch die Zahl der Todesopfer auf Strecken mit Tempolimit sinken. Gerade auf einem so viel genutzten Autobahnabschnitt wäre das aus meiner Sicht eine erfolgversprechende Maßnahme.“ ffffffffff

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