Weltfrauentag 2019

Schoch: Die gesetzliche Gleichstellung der Geschlechter kommt weltweit nur sehr langsam voran

Der diesjährige Weltfrauentag steht in Deutschland ganz im Zeichen von 100 Jahren Frauenwahlrecht. Das war ein Meilenstein für die Gleichstellung der Frau, so der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch, und habe zu einem demokratischen Aufbruch geführt. Bis zur vollständigen Gleichstellung der Geschlechter in unserer Gesellschaft ist es allerdings noch ein weiter Weg. Dies zeigen nicht zuletzt die anhaltenden Debatten um alltäglichen Sexismus oder die nach wie vor bestehende Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen und Männern, so der Landtagsabgeordnete.
In der Weltbankstudie Women, Business and the Law​wird deutlich, dass nur Schweden, Belgien, Dänemark, Frankreich, Lettland und Luxemburg per Gesetz eine völlige Gleichberechtigung von Frauen garantieren. Die Bundesrepublik gehört nicht zu diesen Ländern. Die gesetzliche Gleichstellung von Frauen und Männern kommt nach dieser Studie weltweit nur sehr langsam voran. Die Weltbank untersucht seit zehn Jahren in fast allen Staaten der Welt die rechtliche Lage zur Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Beispielsweise wird analysiert, ob Frauen Verträge unterzeichnen, Bankkonten eröffnen und frei reisen dürfen, ob sie in Beruf und Ehe diskriminiert werden und ob bei der Rente die Erziehung der Kinder berücksichtigt wird. Insgesamt 35 Kriterien nimmt die Weltbank unter die Lupe. Die Studie zeigt auch, dass Politikerinnen und Politiker gefordert sind sich noch deutlich mehr für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen. Es muss jedoch auch eine gesellschaftliche Aufgabe sein, damit das Ziel tatsächlich erreicht werden kann.

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